..... welche trotzdem enorme Vorteile bietet!!
So, auch ich muss hier mal meine Meinung loswerden. Ich selbst habe jetzt das vierte Semester an der HIB hinter mir und sowohl grandios Tolles also auch extrem Schlechtes zu berichten!
Mal abgesehen davon, ob die HIB jetzt wirklich anerkannt ist oder nicht und welche späteren Jobchancen sie bietet, kann natürlich nicht unter den Tisch gekehrt werden, dass es diese Diskussionen gibt und natürlich etwas dahinter stecken muss.... und die negativen Beiträge hier im Forum sind sicherlich nicht nur irgenwelche Profilierungsaktionen konkurrierender Unis. Im letzen Semester gab es unter uns Studierenden immer mehr Diskussionen über dieses Thema da immer mehr dubiose Gerüchte usw. ans Tageslicht kamen. Aber darüber möchte ich mich garnicht weiter auslassen, denn auch von uns Studierenden hat keiner einen Überblick und es ist nicht möglich herauszufinden was an diesen ganzen Gerüchten überhaupt dran ist...
Für mich selbst kann ich nur sagen, dass ich selbst schuld bin. Ich habe mich an einem Infotag einlullen lassen und es scheint Fakt zu sein, dass wirklich absolut jeder an der HIB genommen wird! Der Test den man dort absolvieren muss wird angeblich nicht mal überprüft wenn sowieso noch ausreichend Plätze frei sind.
Ich war ganz schön geschockt und deprimiert zu sehen wieviele Vollidioten es geschafft haben an die HIB zu kommen.Einige haben ihr Abitur gerade so geschafft und noch nie was von Lernen gehört und ich mit meinem Abischnitt von 2,0 hab mir noch Sorgen gemacht ob ich genommen werde....
Naja, das Bewerbungsgespräch war auch eher eine Art Vermarktungsaktion der HIB in welchem es lediglich darum ging andere Unis schlecht zu machen und hunderte von Gründen zu finden warum ich ausgerechnet an die HIB muss und alles andere ein schrecklicher Fehler wäre...
So, aber jetzt mal zum Entscheidenden! Ich weiß genau, dass ich auch genauso über jede andere Uni oder Hochschule meckern würde... meist ist man doch nie zufrieden mit dem was man hat! Und ich habe an der HIB wesentlich mehr Ferien und freie Zeit zum lernen (die sogenannten Study Weeks vor den Prüfungen) als alle meine Freunde die an öffentlichen Unis studieren. Die Dozenten sind wie schon erwähnt total unterschiedlich... es gibt hochintelligente und kompetente Experten aus der Praxis aber auch andere wo man sich wirklich fragt wie sie an diesen Job gekommen sind. Die Native Speakers sind natürlich super und mein Englisch hat sich extrem verbessert nach den 2 Jahren. In dieser Zeit habe ich auch gelernt fließend Spanisch zu sprechen (ohne Vorkentnisse). Man hat eine total famliliäre Atmosphäre, ganz kleine Gruppen und der Career Service unterstützt einen perfekt bei der Suche nach einem Praktikum!
Jedoch gibt es auch fragliche Aspekte. So ist es meiner Meinung nacht z.B lächerlich, dass die extrem hohen Studiengebühren für absolut sinnlosen Schwachsinn ausgegeben werden. Statt dem traditionellen schwarzen Brett gibt es jetzt einen wahnsinnig unpraktischen Flachbildschirm der natürlich nur zur Profilierung dient. Auch die neue Cafeteria ist bei der geringen Anzahl von Studenten und den zahlreichen freien Klassenräumen völlig unnötig. Es ist mir wirklich ein absolutes Rätsel wo dieses Geld hinfließt.
Interessant ist übrigens auch, dass die HIB ständig umfragen ausfüllt die dann im Nachhinein sowieso gefälscht werden. Ich meine es ist schon seltsam wenn in meinem Kurs jeder zweite ankreuzt, dass er die HIB nicht weiterempfehlen würde und als Ergebnis herauskommt, dass fast 100% die HIB weiterempfehlen...
Am meisten schockiert hat mich der Wandel vom ersten zum zweiten Studienjahr. Im ersten Jahr wird man behandelt wie im Kindergarten. Man bekommt alles serviert und wird von vorne bis hinten betreut... da korriegiert ein Dozent auch schon mal gerne den Schnitt einer Klausur um 2 Stellen nach unten damit sich niemand beschwert... Und die meisten Klausuren könnte man locker bestehen ohne auch nur eine einziges mal anwesend gewesen zu sein.
Im zweiten Jahr kommt dann der Schock! Unfaire Behandlung, schreckliche Organisation, unsinnige Plagiatvorwürfe bei Hausarbeiten weil ein Wort nicht gepasst hat, unfähige neue Dozenten und furchtbar zeitraubende Projektarbeiten. Und ich gehöre noch zu den Glücklichen mit superguten Noten

aber ich sehe andere die auf Grund des psychischen Drucks schon Burnout hatten. Sicherlich ist es bei uns noch hundert mal relaxter als an jeder öffentlichen Uni aber trotzdem ist dieser krasse Sprung vom Kindergartenleben zum totalen Chaos ganz schön hart.
Ich könnte das noch endlos so weiterführen aber jeder sollte sich halt seine eigene Meinung bilden! Ich habe das Gefühl nicht wirklich etwas zu lernen aber sicherlich habe ich bis auf gewisse Dinge über welche man sich halt ständig aufregt wesentlich weniger Stress und mehr Betreuung und Ordnung wie die meisten Studierenden an anderen Unis die sich um alles selbst kümmern müssen!