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  #6  
Alt 12.04.2005, 09:52
lohmka lohmka ist offline
 
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Hallo!

Wie die Berufsaussichten für Wirtschaftspsychologen sind, kann so konkret natürlich niemand sagen, da es keine akuten Erfahrungen gibt, wie auch keine zur generellen Akzeptanz der Bachelorabschlüsse. Man kann nur aus der jetzigen lage hierzulande und der des Auslands, an dem sich die neuen Konzepte orientieren, eine Prognose wagen. Ich kann dazu nur sagen, dass, bezogen auf Psychologie, das Bachelorsystem in UK und USA *nicht* funktioniert. Ich hatte auch in einem anderen Beitrag mal geschrieben, dass es auch schwierig ist, da das Konzept des Faches *eigentlich* nur sinnvoll erfüllt werden kann, wenn man *erst* die wissenschaftliche Ausbildung durchläuft und *dann* erst die Anwendungsfächer (Gerade im ABO Bereich als Konkretisierung der Grundlagenforschung unter Anwendung der Forschungsmethoden und Evaluation). Alles andere *kann* sich notwendigerweise *nur* auf dem Niveau "Psychologie für Wirtschaftwissenschaftler", "Psychologie für Pädagogen/Erziehungswiss./Lehramt ..." oder "Psychologie für Mediziner" usw. bewegen, d.h. es kann sich nur um eine eingeschränkte Bereitstellung von psychologischem Praxiswissen handeln, welches in einen spezifischen Anwendungskontext und ein Fach integriert werden muss; inwiefern man dies dann als Psychologiestudium bezeichnen kann, sei dann mal dahingestellt (wie gesagt, in den vielzitierten USA funktioniert dieses Konzept "Bachelor mit Major in Psychologie" nicht).

Dazu kommt, dass gerade im Bereich Wirtschaft die Psychologenstellen nicht unbedingt zahlreich sind -- ebenso in den "weichen" BWL Richtungen, im Ggs. zu den "harten" wie Controlling, Operations Research, WI usw. Wie von mir auch schon mal beschrieben, zeigt sich in der Praxis, dass man zum einen mit Absolventen der BWL, VWL, WI, Jura und SoWi, sowie Quereinsteigern der Kultur-, Erziehungs- u. Geisteswiss. konkurriert. Unabdingbar sind da nach meiner Erfahrung eben neben einen top Lebenslauf, sehr fundierte BWL Kenntnisse (eine Ausbildung im "härteren" kfm. Bereich ist da Minimalvoraussetzung).

Die Ausbildung in Iserlohn scheint dem Rechnung zu tragen. Zumindest erscheint es als Analogon zum herkömmlichen BWL Studium mit Nebenfach Psychologie. Aber eine sonst übliche Schwerpunktbildung scheint hier weitgehend zugunsten einer allg. Ausbildung wegzufallen, weshalb es sich eher um eine durch die Reformen aufgewertete Fachschulausbildung (ehem. "staatl. gepr. Betriebsw.") handelt.. Man beachte in dem Zusammenhang auch, dass es sich, soweit ich eruieren konnte, auch nicht um einen BA/BSc, bzw. später MA/MSc in Psychologie handelt!
Insofern würde ich die Konkurrenz (und damit Arbeitsmarktlage, Karriereaussichten und Verdienstmöglichkeiten) auch eher im Bereich staatl. gepr. Betriebsw. / Dipl.-Betriebsw. (BA) ansiedeln, eben in den Beriechen allg. kfm. Sachbearbeiter und qual. Sachbearbeiter im Bereich Personal, evtl. auch Marketing. Eine Konkurrenz / Gemeinsamkeit zur Psychologie mit Schwerpunkt ABO sehe ich kaum, da es sich um fundamental verschiedene Ausbildungskonzepte handelt. Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie lehnt ja auch generell die Aufnahme von Absolventen dieser fachgebundenen/praxisorientierten Studiengänge (auch als BA/BSc, bzw. Manster of ...) ab (und fordert, dass der MA/MSc (als gleichwertige Fortführung des Diploms) einziger Regelabschluss in Psychologie beliben soll; und die Erfahrungen aus und Arbeitsmarkt- u. Berufsrealität in UK und USA zeigen, dass dies wohl auch der einzig richtige Weg ist).
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  #7  
Alt 13.04.2005, 14:17
Lukas
 
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Hallo,

also muss ich einen Studiengang wie Business Psychology, wie Sozialpädagogik für die Wirtschaft sehen, oder was? Es bringt also wenig für den Arbeitsmarkt und man ist inkompetent und unqualifiziert? Es werden eher andere Leute präferiert als so ein "Business Psychologist". In other words: Die Arbeitsmarktchancen gehen gleich null?
Nun ist es ja auch so, dass es einen Master dazu gibt. Das heißt BWLer und dergleichen, können den Master in Business Psychology machen. Also sollte man dann wahrscheinlich erstmal was fundiertes studieren und danach eventuell einen Master anschließen, oder?


MfG
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  #8  
Alt 15.04.2005, 13:00
lohmka lohmka ist offline
 
Registriert seit: 15.11.2004
Beiträge: 38
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Zitat:
Original von Lukas
Hallo,

also muss ich einen Studiengang wie Business Psychology, wie Sozialpädagogik für die Wirtschaft sehen, oder was? Es bringt also wenig für den Arbeitsmarkt und man ist inkompetent und unqualifiziert? Es werden eher andere Leute präferiert als so ein "Business Psychologist". In other words: Die Arbeitsmarktchancen gehen gleich null?
Nun ist es ja auch so, dass es einen Master dazu gibt. Das heißt BWLer und dergleichen, können den Master in Business Psychology machen. Also sollte man dann wahrscheinlich erstmal was fundiertes studieren und danach eventuell einen Master anschließen, oder?


MfG

Ich weiß nicht genau, wie Du zu Deinen Aussagen kommst...
Wie die Arbeitsmarktlage in Deutschland aussieht oder aussehen wird, kann noch niemand sagen. Von Inkompetenz habe ich auch nichts geschrieben. Und die Beziehung zur Sozialpädagogik leuchtet mir nicht ein.
Ich habe nur darauf hingewiesen, dass in Ländern mit Erfahrungen im Bachelor/Master System, deren Organisation auch für die Umstellung in Deutschland Pate stand, der Bachelor im Bereich der Psychologie nicht funktioniert (weswegen wowohl DGPs und BDP fordern, dass der Master der Regelabschluss bleibt, so dann also im Prinzip das Diplomstudium bestehen beliebt und "nur" in MSc/MA umbenannt wird). Das liegt wohl vornehmlich daran, dass Psychologie als Fach (ähnlich wie andere Naturwissenschaften) ohne Forschung nicht auskomt. Daher ist es eben schwer bis unmöglich, ohne entsprechede Ausbildung ein angewandtes Fach (z.B. Organisationspsychologie) zu studieren. Für eine reine *praktische* Anwendung von aus der Psychologie (z.B. aus der Organisationspsychologie) eintwickelten Inhalten für bestimmte Fragestellungen muss man nicht zwingend Psychologie studieren, zumeist reicht hier eine praktische Ausbildung (z.B. zertifizierte Ausbildungen wie in Personalauswahl nach Din 33430, in Gesprächsführung o.ä. aus).
Ich habe auch geschrieben, dass der Studiengang Business Psychology insofern auch nicht mit einem Psychologiestudium vergleichbar ist, sondern dass dieser anscheinend in der Form auf diese Gegebenheiten reagiert, indem das Studium eher irgendwo zwischen dem Dipl.-Betriebswirt (BA) und dem alten staatl. gepr. Betriebsw. jeweils mit Nebenfach Psychologie anzusiedeln ist und dass auch hier der Arbeitsmarkt / Konkurrenz für die Absolventen liegt. Was daran inkompetent sein soll, weiß ich ehrlichgesagt nicht. Diese Ausbildung qualifiziert für kfm. orientierte qualifizierte Sachbearbeitertätigkeiten (und dies im *Gegensatz* zum Psychologiestudium, das dies nicht leistet!). Andererseits kann man kaum erwarten, tatsächlich auf einer Psychologenstelle eingestellt zu werden, weil hierfür dieser Studiengang wiederum sicher nicht qualifiziert. Ich hatte dann auch noch hingewiesen, dass es sich bei den Abschlüssen in Iserlohn *nicht* um BSc/BA bzw. MSc/MA Abschlüsse handelt, was eben Karrierewege eintsprechend einschränkt (man landet eben z.B. als staatl. gepr. Betriebsw. auch nicht im Führungskräftenachwuch bei Daimler oder auf einer Promotionsstelle an der Uni; deswegen ist man nicht inkompetent, aber eben für *diese Stellen* nicht ausreichend qualifiziert).
Ich hatte auch geschrieben, dass in UK und USA das Bachelor Konzept für Psychologie nicht funktioniert, weil es für diese keine Psychologenstellen (mehr) gibt. Inzwischen reicht zumeist auch ein Master nicht mehr aus (z.B. kann man damit seit einiger Zeit nicht mehr Psychotherapeut werden). Das liegt an den gestiegenen Anforderungen des Arbeitsmarktes an Psychologen. Es wird dort heute eben verlangt, dass ein Psychologe seine Tätigkeiten als Scientist Practitioner ausübt. Mal abgesehen davon, dass z:B. über 1/3 der Psychologen in den USA sowieso an Hochschulen (mit Abstand größter Arbeitgeber) arbeiten, sind auch die Indurstriejobs (machen immerhin auch 1/4 aus und sind der zweitgrößte Beschäftigungsbereich) solche, die unbedingt wissenschaftliche Qualifikationen verlangen; gleiches gilt für Jobs im Bildungswesen, Verwaltung usw. Inzw. ist es schon so, dass man in vielen Bundesstaaten nur bei Nachweis wiss. Qualifikation (=Einstufung wiss. Publikationen, ähnlich wie bei uns bei der kummulativen Habilitation üblich (gewesen) und evaluierter Lehrtätigkeit) eine Zulassung zur Prüfung für Psychotherapie bekommt. Die Zeiten, in denen ein psychologischer Therapeut sich ideologisch an eine Therapieschule gebunden hat (weswegen die Ausbildung in der jeweiligen Schule nur rudimentäre, teilweise auch gar keine Kenntnisse psychologischen Anwendungswissens erforderte -- auch, weil es vielfach konträr läuft) und nur auf dieser rein ideologischen Basis den ganzen Tag vor sich hin therapiert hat (und wo dies auch seine einzige Aufgabe war), sind längst vorbei. Dies gilt analog auch für andere psychologische Arbeitsfelder.
Daher habe ich darauf hingewiesen, dass man als Psychologe (auch in Anhlehnung an die Forderungen der Fachverbände) auch in Deutschland wohl einfach mind. einen Master wird haben müssen (und am Diplom sieht man, dass selbst das wahrschenlich nicht reichen wird).
Gleichzeitg habe ich darauf hingewiesen, dass man bzgl. der Studiengänge auch nicht Äpfel mit Birnen vergleiche darf. Ein Chemie-Ing.(FH) ist auch etwas anderes als ein Dipl.-Chem. von der Uni. Der Unimensch wird sich als Chemiker, der FH Mensch als Chemieingenieur bezeichnen (beides heißt Chemie, beschreibt aber zwei verschiedene Qualifikationen und Berufe). Will sagen: nur weil auf einem Studiengang Psychologie draufsteht, muss das eben nicht das gleiche sein wie ein Psychogiestudium. Auch schon rein rechtlich darf sich übrigens (zumindest nach derzeitigem Recht) ein solcher Absolvent nicht Psychologe nennen.
Daher ist eben der Vergleich von Business Psychology und einem Psychologen mit ABO Schwerpunkt nicht zuläsig. Es handelt sich auch nur bedingt um eine Konkurrenzsituation, bzw. um einen anderen Arbeitsmarkt (was u.U. für die Business Psychologen sogar günstig sein könnte, man weiß es aber eben nicht -- man müßte sich halt den Arbeitsmarkt für staatl. gepr. BWL Leute mit Nebenfach Psychologie ansehen, denn da liegt das Einsatzfeld, und dann eben auch die Akzeptanz und Einstufung des Bachelor-Abschlusses dort eruieren. Der Arbeitsmarkt für Psychologen hilft hier dagegen als Richtschnur nicht weiter).

Zusammenfassend meine Aussagen:

1. Ein Bachlorkonzept für Pschologie (als echtes Studienfach, also als Studium der anwendungsorientierten Anteile des Diplomstudiums) erscheint, auch aus Erfahrungen anderer Staaten, mind. zweifelhaft

2. Viele der Studiengänge Wirtschaftspsychologie, Busieness Psychologie usw. haben mit einem Psychologiestudium kaum etwas zu tun, sondern sind eher besondere Formen eines BWL Studiums, in den verstärkt psychologisches Praxiswissen (ähnlich einem Nebenfachstudium Psychologie im alten BWL Studium) vermittlet wird; es sind faktisch also eigentlich eher Bachelorabschlüsse in BWL
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  #9  
Alt 15.04.2005, 19:45
Lukas
 
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Bei dem Studiengang in Iserlohn handelt es sich sehr wohl um einen Bachelor/Master Studiengang. Das heißt, dass ich bei einem akademischen Abschluss nicht auf dem Niveau eines staatl. Betriebswirt verweilen möchte.

Als Frau vom Fach sollte es Dir einleuchten, dass sich bzgl. BP eine Parallele zur Sozialpädagogik ziehen lässt. Nämlich insofern, dass beide "alles" und "nichts" können. Einfach eine besonders "praxisorientierte" Ausbildung erhalten, die aber häufig eher theorieentlastet ist und dabei eine fundierte Wissenschaftlichkeit entbehrt!

Im übrigen bin ich mir sehr klar darüber, dass der Studiengang BP nicht mit einem Psychologiestudium zu vergleichen ist! Das muss jedem klar sein, der auch nur annähernd Ahnung von Psychologie hat.

Mir ging es lediglich darum, ob einer, der BA und Master in Business Psychology studiert hat auch wirklich kompetent ist (bzgl. ABO) oder einfach nur ein 2. Klasse ABO-Psychologe ist, der in der Wirtschaft sowieso keine verantwortlichen Positionen übernehmen kann oder zugeteilt bekommt....
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  #10  
Alt 19.04.2005, 17:34
lohmka lohmka ist offline
 
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Zitat:
Original von Lukas
Bei dem Studiengang in Iserlohn handelt es sich sehr wohl um einen Bachelor/Master Studiengang.


Wo habe ich behauptet, man würde in Iserlohn keinen Bachelorgrad verliehen bekommen? Das habe ich doch gar nicht geleugnet!
Ich habe nur darauf hingewiesen, dass es sich nicht um einen BSc/BA handelt! Zwar steht dann im Werbetext, dass man eine MSc erwerben können soll,aber Infos dazu gibt es nicht und ein MSc in Iserlohn ist nicht akkreditiert, was mir auch zweifelhaft erscheint, da ja auch nur ein Bachelor (und keinn BA/BSc) akkreditiert worden ist (zumindest lt. Datenbank des Akkreditierungsrates); d.h. auch, dass dann ein MSc bei der Beantragung schärfere Bedingungen bzgl. einer besonderen / gesonderten Begründung, bzw. Rechtfertigung bedarf (für Gründe sehe ich aber keine Anhaltspunkte).

Zitat:
Das heißt, dass ich bei einem akademischen Abschluss nicht auf dem Niveau eines staatl. Betriebswirt verweilen möchte.

Dann schau' Dir mal die Definition eines Bachelor of XY an. Das entspricht nämlich exakt der Definition der alten Ausbildungen zum staatl. gepr. XY! (vgl. auch KMK-Beschluss vom 5. März 1999)

Nur, weil wir Deutschen uns vor ein paar Jahren noch in Grund und Boden geschämt hätten, Abschlüsse als akademische Grade zu bezeichnen, für die wir heute diesen Begriff benutzen, heißt das nicht, dass auch das Niveau steigt. Seit PISA und seit dem der Bundesregierung die OECD mit nervigen Gutachten im Nacken sitzt, sieht man eben vieles "gelassener".

Zitat:
Als Frau vom Fach sollte es Dir einleuchten, dass sich bzgl. BP eine Parallele zur Sozialpädagogik ziehen lässt. Nämlich insofern, dass beide "alles" und "nichts" können. Einfach eine besonders "praxisorientierte" Ausbildung erhalten, die aber häufig eher theorieentlastet ist und dabei eine fundierte Wissenschaftlichkeit entbehrt!

Dass Sozialpädagogen alles und nichts können, entspricht so sicher nicht den Tatsachen (Schwankungen zw. den FHs mag es geben). Außerdem ist es ist (zumindest derzeit auf dem Papier) ein reguläres Fachhochschulstudium mit Diplom(FH), also der Konzeption nach mind. einem Bachelor of Arts gleichwertig. Ob und inwieweit es künftig in einen Abschluss Bachelor of Social Work (der dann eher dem BP gleichwertig wäre) umgewandelt wird, der dann aber auch noch mal mind. eine Stufe unterhalb eines jetzigen FH Studiums sein wird (eben irgendwo zwischen Fachschule und BA), bleibt abzuwarten.

Zitat:
Im übrigen bin ich mir sehr klar darüber, dass der Studiengang BP nicht mit einem Psychologiestudium zu vergleichen ist! Das muss jedem klar sein, der auch nur annähernd Ahnung von Psychologie hat.

Mir ging es lediglich darum, ob einer, der BA und Master in Business Psychology studiert hat auch wirklich kompetent ist (bzgl. ABO) oder einfach nur ein 2. Klasse ABO-Psychologe ist, der in der Wirtschaft sowieso keine verantwortlichen Positionen übernehmen kann oder zugeteilt bekommt....

Wie gesagt. Der BP hat mit ABO nichts zu tun, sondern ist eigentlich ein BWL Studium (eher auf BA bzw.Fachschulniveau, also staatl. gepr.) mit Nebenfach Psychologie, in dem ein Schwerpunkt die Vermittlung von berufsrelevantem psychologischem Praxiswissen darstellt (ähnlich wie seit eh und je (zumindest) an der Uni in BWL bei Schwerpunkten z.B. in Personal, Organisation oder Marketing). Niemand fragt einen Dipl.-Kfm. im Personalwesen, ob er ein ABO Psychologe 2. Klasse sei. Der wird schön blöd gucken und wahrscheinlich sagen, dass er gar kein ABO-Psychologe ist, sondern ein 1. Klasse Betriebswirt, da er ja auch ganz andere Aufgaben wahrnimmt!
Ähnlich ist schon vom Aufgabenfeld her das Verhältnis BP zum ABO Psychologen zu sehen. Wie gesagt, auch rein rechtlich (nach aktueller Rechtsprechung) ist der BP kein Psychologe.

Die Frage nach der ABO Kompetenz eines BP oder einem 2. Klasse ABO Psychologen ist also so, als würde man fragen, ob man nach einer Ausbildung zur Krankenschwester wirklich kompetent (bzgl. Medizin) ist oder nur ein 2. Klasse Mediziner. Das ist abstrus, weil einfach nicht miteinander vergleichbar. Klar lernt eine Krankeschwester viel medizinisches Wissen (sehr viel) und bekommt fundierte Hintergrundinformationen, arbeitet in gleichem Kontext mit den gleichen (zwangsw. zuweilen den selben) Patienten wie die Mediziner, aber sie studiert deswegen keine Meidzin und ist nach den Ausbidung kein Mediziner (und zwar eben gar keiner,also auch keiner 2. Klasse) und arbeitet in komplett anderen Funktionen. Und auch wenn sie nach Fortbildungen schließlich ein Diplom in Pflegewissenschaft erwirbt, wird sie sich nicht für medzinische Aufgaben damit qualifizieren (es geht dann ja eher Richtung Pfegedienstleitung etc.). Es sind enfach zwei völllig verschiedene Paar Schuhe.
Bei BP ist das ähnlich. Ein ABO Psychologe arbeitet auf einer Stabsstelle (wiss. Dienstleitungen für das Management, wie z.B. Entwicklung und Evaluation von konkreten Personalauswahlverfahren, Tests, Trainings, Personalentwicklungsmaßnahmen, Erstellung von Arbeits-,Verhaltens- u.a. -analysen usw.), der BP arbeitete auf kfm. Sachbearbeiterfunktionen (und nutzt mittelbar Ergebnisse der ABO Psychologen / Stabstellen, weswegen Hintergrundinfos wichtig sein können). Sollte er aufsteigen, so konkurriert er (wenn überhaupt, das bleibt dann eben abzuwarten) um Stellen im Management.
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