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Uni24.de > Fachbereiche > Psychologie > Verdienstmöglichkeiten als Psychologe?
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  #6  
Alt 24.04.2005, 10:32
gast
 
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Könntest Du auch mal sagen, was das für eine Stelle ist / war, welche Qualifikationen man da haben muss (z.B. sez. Berufserfahrungen, Therapieausbildung oder Bereitschaft eine solche zu finanzieren, Zweit- / Nebenfachstudium etc.)? Das wäre echt nett. Danke
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  #7  
Alt 30.04.2005, 01:04
wolverine
 
Beiträge: n/a
Böse

@lohmka: würde gern mal wissen aus was für einer gegend du kommst, das ist ja ein horrorszenario, was du da beschreibst, ich denke bspw. in der berliner gegend gibts psychos wie sand am meer und die preise fallen, allerdings denke ich, dass es durchaus noch stellen gibt, jedoch rate ich dringend ab ein gehalt als psycho auf bat 4 -Grundlage anzunehmen!, im Beruf werden schon genug Kompromisse eingegangen, man öffnet so sonst solchen Firmen tür und tor...
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  #8  
Alt 01.05.2005, 20:15
superkan
 
Beiträge: n/a
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Hi,

bin selbst Psycho-Student in Düsseldorf, mittlerweile im 8. Semester und dabei, mich um meine Dipl.Arbeit zu kümmern. Der Grund für die Eile (verglichen mit dem Durchschnitt) liegt darin begründet, dass ich anschließend etwas anderes studieren möchte, quasi meinen späteren Beruf. Denn als Dipl.Psychologe hat man zwar ein Studium hinter sich, doch in der Berufswelt ist man ziemlich ungebraucht. Entweder eine Doktorarbeit (da gibts Angebote wie Sand am Meer, ist auch nicht schwierig irgendwo unterzukommen) und anschließend jahrelang auf eine Post-Doc-Stelle warten, oder eine Psychotherapeutische Ausbildung in Angriff nehmen, mindestens 20 Tsd Euros dafür berappeln, im schlimmsten Fall in den drei Jahren Ausbildungszeit nicht arbeiten können, was dann summa summarum (Ausbildungskosten + Lebensunterhaltskosten) leicht 50 Tsd Euros werden können. Insgesamt also eher schlechte Aussichten. Ich kann eigentlich rein berufstechnisch nur davon abraten, ein Psycho-Studium zu beginnen. Doch wenn man natürlich an der Materie interessiert ist (was eigentlich jeder ist und was auch den "Boom" auf die raren Plätze und dadurch die ZVS-Vergabe erklärt) dann lohnt sich das Studium am Ende doch. Man muss halt so ca. 10 Jahre finanziell kürzer treten, kann dann aber später (wenn man den Marathon durchgestanden hat) sich selbst beruflich verwirklichen (mit ein wenig Glück), und einen relativ angenehmen Beruf ausüben. Jede Medaille hat zwei Seiten, das ist bei diesem Thema wohl nicht anders.

Hätte nur gehofft, dass ich so einen Beitrag wie von mir jetzt (keine falsche Bescheidenheit ) oder von lohmka nach dem Abi gelesen und hätte meine Studiumswahl noch besser abgewogen getroffen. Hoffe nun, ich kann dies für frische Abiturienten oder sonstige Studiumsaspiraten bieten.

Alles Gute wünscht

superkan
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  #9  
Alt 22.05.2005, 16:47
lohmka lohmka ist offline
 
Registriert seit: 15.11.2004
Beiträge: 38
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@ superkan!

Zitat:
Original von superkan
Entweder eine Doktorarbeit (da gibts Angebote wie Sand am Meer, ist auch nicht schwierig irgendwo unterzukommen)

Kannst Du mal sagen wie und wo? Alles was ich bisher gehört (und selbst erfahren) habe, schwinden da wegen des Geldmangels auch die Stellen (abgesehen davon, dass die verbliebenen nicht mehr BAT IIa/" sondern BATIIa/4 ausgeschrieben werden). Insofern ist mein Kenntnisstand, dass selbst nicht mal die alle Topleute, die promovieren wollen, unterkommen. Und anders als in den Geisteswissenschaften ist eine Arbeit ohne Stelle im stillen Kämmerlein ja nicht möglich. Psychologische Forschung ist halt teuer und Doktorarbeiten müssen eben abgerechnet werden, was nut über eine Planstelle vom Land oder Projektstelle geht (das ja auch nur bei DFG Förderung und idR nicht bei Drittmitteln möglich).

Wie gesagt, wenn Du mehr weißt, dann wäre ich über Hinweise (am besten per Mail: lohmka@gmx.de) sehr dankbar.

Nicht das das eine bessere Berufsaussicht bringen würde (Forschng ist eh nicht drin), aber ich könnte wengstens etwas fachbezogenes machen (und meine Elteren würden sich für eine promovierte Tochter sicher noch mal finanziell engangieren; ich könnte dann diesen elenden Call-Center Job, auf dem ich derzeit wieder mal klebe, reduzieren ... )!

Hoffe auf Antwort ;-),
Katja












@wolverine:

Zitat:
Original von wolverine
@lohmka: würde gern mal wissen aus was für einer gegend du kommst, das ist ja ein horrorszenario, was du da beschreibst, ich denke bspw. in der berliner gegend gibts psychos wie sand am meer und die preise fallen, allerdings denke ich, dass es durchaus noch stellen gibt, jedoch rate ich dringend ab ein gehalt als psycho auf bat 4 -Grundlage anzunehmen!, im Beruf werden schon genug Kompromisse eingegangen, man öffnet so sonst solchen Firmen tür und tor...

Ich bewerbe mich bundesweit (und habe das auch vorher getan). Ich habe selbst einige unbezahlte Praktika abslviert, in denen ich direkt voll (auch psychotherapeutisch!) eingesetzt wurde. Es gab auch nie Beschwerden, nur Anerkennung. Aber übernommen worden bin ich nie, sndern wurde immer vom nächsten Praktikanten abgelöst.

Ich rate auch davon ab, diese "Angebot" anzunehmen. Aber wenn man einfach nichts findet, kommt irgendwann einmal der Punkt, wo man einfach alles annimmt, nur um im Fach zu arbeiten.

Sich selbst nicht kostenlos oder zu Dumping-Preisen zu verhökern klingt gut, ist aber in der aktuellen Situation nicht wirklich leicht umsetzbar. Seit Hartz IV schon gar nicht. Derzeit scheint es, als würde diese Regelung die Tür um Dumping noch weiter aufstoßen. Ich habe inzwischen auch mehrfach gehört, dass viele "alte Hasen", die eigentlich wegen der massiven Freisetzung in Beratungsstellen und Kliniken aller Art langzeitarbeitslos waren und sich über die 56er Regelung oder einfach so mit Arbeitslosenversicherung bis zur Rente retten wollten, jetzt wieder auf dem Markt sind. Da haben die jungen erst recht keine Chance mehr. das bekommen jetzt wohl dann auch die neu absolvierten Therapeuten kräftig zu spüren, da sie meisten zwar nicht unbedingt (aber wohl doch in der Mehrzahl) im Zuge der Übergangsregelung approbiert worden sind, aber in der Regel in zwei oder drei Therapeischulen eine vollständiges Zertifikat haben (das war ja früher alles viel einfacher). Insofern reduzieren sich die Jobs täglich und täglich ströhmen mehr Psychologen auf den Markt. Jetzt eben auch noch alte Hasen mit Ausbildung und Erfahrung, deren Bottom-Line Alg II (Sozialhilfe), bzw. das Angreifen ihrer Ersparnisse ist. Ein Ende im Dumping-Wettbewerb ist da nicht abzusehen. Der Markt ist mehr als nur voll.
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  #10  
Alt 23.06.2005, 03:23
superkan
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Doktorarbeitsbörse

@lomka:

hi erstmal,

unter

http://www.hogrefe.de/PsychJob/anz_list.php

findest du zb einige interessante angebote. allerdings muss ich sagen, dass ich mit meiner pauschalen aussage ("wie sand am meer") die umstände an meiner hiesigen uni (düsseldorf) gemeint hab; wie es an anderen unis ausschaut, weiß ich nicht. hier kommt aber wirklich fast jeder unter, der auch nach dem studium eine doktorarbeit schreiben möchte. wir haben anscheinend wohl genug forschungsgelder. allerdings wird die ein oder andere doktorandenstelle nach abschluss des vorgängers nicht mehr neu besetzt. und unter einer rüttgers'schen bildungspolitik kann ich mir vorstellen, dass noch etliche weitere stellen wegfallen werden.

echt viele gründe depressiv zu werden.

wat solls :iconkeks:
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