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  #21  
Alt 22.06.2005, 14:45
SozPhil
 
Beiträge: n/a
RE: Senf dazu!

Zitat:
Original von sina77
So jetzt hab ich auch mal Lust meinen Senf dazu zu geben.......

Was mir aufgefallen ist beim dem Thema Psychologie oder besser bei Eurer Kommunikation... es ging entweder nur um die Kohle für diesen "Job" als Psychologe, was meiner Meinung nach bei diesem Beruf=Berufung zweitrangig sein sollte, denn man hat es mit Menschen, mit Schicksalen, mit Leben zu tun und es ist und sollte es auch.... ein sozialer Beruf sein und bleiben.....

Das andere ist Ihr brüstet Euch gegenseitig mit Eurem FachChinesisch und betont immer wieder das man sich hundert... nein tausendprozent bilden muss,,, anhand von Fachlektüren, wissenschaftlichen Studien ect. .... um ein annähernd guter "Psycho" zu werden..... und ganz Wichtig das eigene wissenschaftl. Arbeiten und erweitern des Denkens bis hin zum Verstehen bestimmer Psych. Störungsbilder..... Ich möchte nur eins dazu sagen..... ein guter Psychologe hat nicht nur aus seinen Büchern gelernt... nein.... ein wirklich guter Psycho hat einen sehr viel besseren Lehrer ... nämlich das eigene Leben und die eigenen Erfahrungen....

Einfach mal drüber nachdenken???

:applaus:

Ich hab nachgedacht.... :ichdumm: ... lange .... Und: Du hast recht!!!!. mg:

Gerade bei über 5 Millionen Arbeitslosen vor allem vielen Älteren mit ganz viel Lebenserfahrung, ist es völlig unhaltbar, dass Ärzte, Krankenschwestern usw. Geld verdienen. Man braucht ja auch nix zu machen, außer seine Erfahrung walten zu lassen und schlicht nett zu sein. Gut bei Krankenschwestern u.a. kommt dann noch etwas Popoabputzen dazu, aber dafür kann man denen im Gegensatz zu Ärzten dann ja auch durchaus einen Euro die Stunde zahlen, das ist dann schon ok, auch wenn das ein sozialer Beruf ist :engel2: ... Du hast mich restlos überzeugt. :danke:
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  #22  
Alt 22.06.2005, 15:39
Hightower Hightower ist offline
 
Registriert seit: 24.08.2003
Beiträge: 1.015
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Zitat:
ein wirklich guter Psycho hat einen sehr viel besseren Lehrer ... nämlich das eigene Leben und die eigenen Erfahrungen..
wenn das so ist, dann wären ja nur ältere psychologen = gute psychologen, weil sie ja viel mehr erfahrung hätten ....

ich persönlich glaube, dass leute, die selbst psychische probleme hatten oder haben keine guten psychologen sein können, weil sie halt selbst in ihrer persönlichkeit noch nicht so gefestigt sind um anderen zu helfen - aber das ist wie gesagt meine persönliche meinung
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  #23  
Alt 22.06.2005, 19:05
Cliff
 
Beiträge: n/a
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Zitat:
Original von Hightower
Zitat:
ein wirklich guter Psycho hat einen sehr viel besseren Lehrer ... nämlich das eigene Leben und die eigenen Erfahrungen..
wenn das so ist, dann wären ja nur ältere psychologen = gute psychologen, weil sie ja viel mehr erfahrung hätten ....

Wenn dem so wäre, dann müsste man Psychologie nicht an der Uni studieren. Das Problem ist, dass hier offenbar ohne Ende Leute schlau rumposten, ohne zu wissen, was Psychologie eigentlich ist, was ein Psychologe tut und was man im Studium eigentlich vermittelt bekommt und was eine verantwortungsbewusste Berufsausübung (auch berufsethisch) eigentlich bedeutet.

Dazu zur Berufsethik (relevanter Auszug):
"Psychologen arbeiten auf der Basis von zuverlässigem und validem, wissenschaftlich fundiertem Wissen. Ihre psychologischen Kenntnisse finden in einer Vielzahl beruflicher Kontexte Anwendung. Verantwortliches berufliches Handeln erfordert hohe fachliche Kompetenz. Psychologen sind dazu verpflichtet, sich kontinuierlich fortzubilden und auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis zu halten. Sie bieten nur Dienstleistungen an, für deren Erbringung sie durch Ausbildung oder fachliche Erfahrung qualifiziert sind. In Tätigkeitsfeldern, in denen es noch keine wissenschaftlich anerkannten Standards gibt, orientieren sich Psychologen am Grundsatz wissenschaftlicher Redlichkeit und überprüfen regelmäßig den Erfolg ihrer Interventionen. Zugleich ergreifen sie alle notwendigen Maßnahmen, um die Wohlfahrt derer, mit denen sie arbeiten, zu schützen."


Außerdem: Erfahrung ist aus psychologischer Sicht eine schlechte Entscheidungsgrundlage (von wegen Kategorisierung, Attribution und so). Lernt man im ersten Semester und zwar so lange, bis es für den Rest des Lebens als Mantra einschl. Auflistung der gesamten Wahrnehmungsverzerrungen etc. im Hinterkopf abläuft.

Zitat:
ich persönlich glaube, dass leute, die selbst psychische probleme hatten oder haben keine guten psychologen sein können, weil sie halt selbst in ihrer persönlichkeit noch nicht so gefestigt sind um anderen zu helfen - aber das ist wie gesagt meine persönliche meinung

Ein Pschologe ist zunächst und zuerst mal ein normaler Naturwissenschaftler (z.T. auch (wie ein Wirtchaftswissenschaftler) ein empirischer Sozialwissenschaftler). Er kann grundsätzlich die gleichen Probleme haben wie alle anderen Akademiker auch.

Inwieweit bestimmte Probleme eine Tätigkit in bestimmten klinisch-psychologischen Arbeitsfeldern der Beratung und Therapie (also vorzugsweise nach entsprechendem Studium als Psychotherapeut) kontraindizieren, steht dann natürlich auf dem anderen Blatt (Überidentifikation usw.) - das würde aber bei Missachtung auch gegen die Berufsethik verstoßen, da es nach wissenschaftlicher Erkentniss dem Schutz "der Wohlfahrt derer, mit denen sie arbeiten" zuwiderlaufen würde.

Aber warum sollte jemand mit Problemen nicht in der sozialpsychologischen Grudlagenforschung arbeiten können oder mit einer (z.B. medikamentös eingestellten) Depression nicht im Personalwesen oder mit einer traumatischen Erfahrung nicht als Consultant oder Marktforscher?
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  #24  
Alt 22.06.2005, 20:03
abc
 
Beiträge: n/a
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Zitat:
Gut bei Krankenschwestern u.a. kommt dann noch etwas Popoabputzen dazu, aber dafür kann man denen im Gegensatz zu Ärzten dann ja auch durchaus einen Euro die Stunde zahlen, das ist dann schon ok, auch wenn das ein sozialer Beruf ist ... Du hast mich restlos überzeugt

Das ist nur überheblich, arrogant und vermessen!


Letzlich ist das schulbezogene System gesetzlich vorgeschrieben. Es ist dann Eure Aufgabe als Psychologen, dafür zu sorgen, ein stimmiges integratives Modell und Konzept zu entwickeln.


Zitat:
Dem zufolge könnte man alle naturwiss. Studiengänge drastisch verkürzen. Denn man bräuchte die Anwendungsteile nicht, weil ja später kaum jemand in der Praxis in Forschung und Entwicklung arbeitet.

Die Psychologie ist keine reine Naturwissenschaft! Man kann die Psychologie auch nicht mit anderen Naturwissenschaften zu vergleichen. Zwar möchte die Psychologie mit ihrem zum Teil gekünstelten wissenschaftlichen Gehabe den Eindruck erwecken, man könne genauso reliable Aussagen treffen, wie z.B. die Mathematik.
Was tatsächlich im Individuum abgeht, ist Euch auch nicht bekannt und kann nur mit dem Beobachten des Verhaltens (welches ganz wissenschaftlich operationalisiert wird) nur unzureichend erschlossen werden. Ein Mittelding wird hingegen immer konstatiert. Auf die wesentlichen Fragen sind keine Antworten gefunden. Feinheiten, auf die es auch in der Kommunikation ankommt, können gar nicht von Operationalisierungen erfasst werden.
Zwischen naturwissenschaftlichem Denken und Anwendung besteht auch wohl ein Unterschied. Wenn ich bspw. die Systhemtheorie verstehen würde, müsste ich nicht die Weltraumkrümmung berechnen können oder alles mögliche in der Mathematik rechnen können.
Psychotherapie ist kein Forschungsfeld wie jedes andere. Man muss nunmal auch menschliche Kompetenzen aufweisen, die natürlich kein fundiertes Wissen ersetzen können.


Zitat:
Therapie kann man nicht nach einer einfachen Gebrauchsanweisung machen (was ein Manual auch übrigens gar nicht ist!). Ohne experiementelles Denken können z.B. keine sauberen Bedingungsanalysen erstellt werden, das führt dann zwangsläufig zu Fehlbehandlungen! Ohne Training in hypothesengestütztem Vorgehen, keine saubere Kognitive Umstrukturierung, sonst wird eine verkappte und unwirksame Pseudo-Gesprächstherapie praktiziert.

In der Therapie ist man nicht nur in der Forschung, sondern auch im Leben. Und Du willst mir doch nicht erzählen, dass man nicht in dieses experimentelle Denken hineinwachsen kann!
Kognitive Umstrukturierung bspw. bei Depressionen ist wohl lächerlich. Würdest Du Dich so einfach kognitiv umstrukturieren lassen? Das ist eine hohe Schwelle in der Verhaltenstherapie, die erstmal überwunden werden muss. Ich glaube intelligente Menschen lassen das auch nicht mit sich machen.

Zitat:
Rogers (der Begründer der Gesprächstherapie) hat großen Wert auf ein fundiertes empirisch-wissenschaftl. Training der Leute gelgt, die bei ihm dann in die Ausbildung gingen - er hat auch nur Leute genommen, die mind. einen MSc in Psychologie hatten und ist selbst immer mit wissenschaftlicher Methodik vorgegangen und hat immer wieder betont, das dies das A und O ist!

Deswegen lässt sich die Gesprächspsychotherapie auch nicht evaluieren und genießt so ein hohes Ansehen unter den Studenten.
Wenn wir mal Deine Argumentation konsequent durchziehen, müssen wir mindestens eine 2 bei Statistik/Methodik fordern, bevor jemand zur Ausbildung der Verhaltenstherpie zugelassen wird.


Zitat:
Das ist auch ein Grund, warum z.B. in den USA nur promovierte Absolventen als Psychotherapeuten zugelassen werden.

Dann mach Dir mal ´ne Promotion klar. Ist doch voll schwierig daran zu kommen!

Zitat:
EIN wesentlicher Faktor, aber bekanntlich schlicht nicht ausreichnd. Es ist künftig nicht mehr tragbar, dass Patienten nach einer Therapie ein bisschen selbstbewusster sind, das Gefühl haben, die Therapei habe schon irgendwie was gebracht, aber keine Symptomverbesserungen haben.

Ich sehe schon, Du wirst es richten!!! Therapie kann nur einen begrenzten Erfolg haben und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.


Zitat:
Mir ist übrigens z.b. kein Neurologe und kein Psychiater bekannt, der nicht regemäßig die Fachliteratur studiert und Studien liest.

Ärzte haben auch keine methodische Ausbildung. Und Ärzte lesen zwar oberflächlich die Studien, die aber auch zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Hinterher stellt sich dann vielleicht noch heraus, dass die Studie gefaked wurde. So gibt es auch Studien, die nachweisen, dass Antidepressiva nicht besser als Placebo sind. Und wie verwertet der Psychiater das? Es ist auch bekannt, dass bestimmte Antipsychotika nach dem Absetzen tardive Psychosen fördern, die Symptomatik kehr also verstärkt wieder zurück. Das ändert aber nichts an der Verschreibepraxis.
Es ist auch nachgewiesen, dass Psychotherapie wirksamer ist als Psychotherapie. Und wie verwertet der Psychiater das?
Gerade Psychiater haben nur ein einseitiges Wissen bzgl Psychopharmaka und deren psychotherapeutische Ausbildung kommt auch ohne Bedingungsanalysen und ähnliches aus. Schau Dir mal die Ausbildung der Psychiater an!


Zitat:
Gerade Methoden aus dem VT Spektrum verlangen aber kontrolliertes experimentelles Vorgehen. Bei vielen Verhaltensstörungen ist ein stenges Vorgehen (z.B. auf Basis der N=1 Ansätze) Grundvoraussetzung. Der gesamte Hintergrund wird aber in den Ausbildungen nicht vermittelt, ist auch im gesetzl. Curriculum nicht vorgesehen, sondern ist Methodenkram, was ins Studium gehört.

Dann dürften auch Ärzte und Psychiater keine Verhaltenstherapien praktizieren. Aber das haben sie im Gegensatz zu den Psychotherapeuten auch nicht nötig. Sie haben es auch nicht nötig so viel Geld in die Ausbildung zu buttern und machen das psychiatrische Jahr auch nicht umsonst. Sie sind weisungsbefugter und stehen generell über dem Psychologen!

Zitat:
Also, wenn man mal konsequent die ganzen Pfuscher via Qualitätskontrolle und Haftung (wie in den USA) aus dem Markt treten würde, könnte man viel Leid und auch Geld einsparen. Aber dazu müßte man wohl auch ertmal den Therapeuten, zumal den guten, vernünftiges Geld bezahlen.

Dann sollte man mal vorher auch psychologische Tests machen, damit neurotische Menschen zur Therapieausbildung nicht mehr zugelassen werden. Es ist nämlich durch Studien und Diplom-Arbeiten der Eva Jaeggi (Psychologie-Professorin in Berlin) bekannt, dass sich vor allem neurotische Menschen zum psychologischen und therapeutischen Beruf angezogen fühlt.

Ich halte Pädagogen mit zusätzlicher Therapieausbildung somit für kompetent genug, um mal später Verhaltenstherapie bei Kindern und Jugendlichen zu praktizieren.
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  #25  
Alt 05.07.2005, 23:03
gast
 
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Standard widerspruch

hi leute...
ich misch mich kurz ein.....als total unbeteiligter.

mein psychotherapeut berechnet 92,5€ pro sitzung...
....davor steht etwas von faktor 2.30

insofern stimmt die aussage nicht ein therapeut KANN GAR NICHT 90€ pro sitzung berechnen
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