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  #1  
Alt 10.05.2005, 11:58
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Verschulden/ !Vertretenmüssen

Hallo,

kann mir jemand bitte den Unterschied zwischen "Verschulden" einerseits und "Vetretenmüssen" andererseits erklären? Bzw. gibt es überhaupt einen, oder kann ich beide Begriffe synonym verwenden?

Vielen Dank!
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  #2  
Alt 10.05.2005, 20:35
animal animal ist offline
 
Registriert seit: 03.03.2005
Beiträge: 221
Standard

Ja die Begriffe sind deckungsgleich zu sehen. Vertretenmüssen ist der neuere Begriff und Verschulden der Ältere. Daher sprechen die neueren Normen wie § 280 BGb von Vertretenmüssen. Unsere Oberschussel von Geetzgeber haben das leider beim § 676 c BGB übersehen der noch von Verschulden spricht.

Inhaltlich besteht da aber kein Unterschied.
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  #3  
Alt 10.05.2005, 22:03
veerstaad
 
Beiträge: n/a
Standard nein.

Ich bin zwar erst im zweiten semester aber ich muss jetzt einfach mal widersprechen. zB § 280 I 2 spricht dass der Schuldner nur zum SE verpflichtet ist wenn er die Pflichtverletzung zu vertreten hat. Das ist aber klar zu unterscheiden von Verschulden. Darunter versteht man Vorsatz und Fahrlässigkeit, § 276 I. Spricht das Gesetz von Vertretenmüssen haftet der Schuldner neben Vorsatz und Fahrlässigkeit auch für das Eintreten oder Bestehen bestimmter Umstände. Also ist letzteres weiterzufassen.

gruß aus passau

thomas
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  #4  
Alt 11.05.2005, 15:09
animal animal ist offline
 
Registriert seit: 03.03.2005
Beiträge: 221
Standard RE: nein.

Zitat:
zB § 280 I 2 spricht dass der Schuldner nur zum SE verpflichtet ist wenn er die Pflichtverletzung zu vertreten hat. Das ist aber klar zu unterscheiden von Verschulden. Darunter versteht man Vorsatz und Fahrlässigkeit, § 276 I.


Bevor du so leicht mit Weisheiten um dich wirfst, sieh dir erstmal die Paragrafen genau an, oder lies was in den einschlägigen Kommentaren nach. § 276 I BGB spricht ausdrücklich davon, dass der Schuldner Vorsatz und Fahrlässigkeit zu VERTRETEN (!!!!) hat, wenn es eben keine weitergehenden Umstände wie eine übernommene Garantie gibt.

Daraus folgt aber eben nicht, dass Verschulden etwas anderes als Vertretenmüssen ist. Die Begriffe sind daher deckungsgleich und nicht unterschiedlich. Was man dann letztlich zu vertreten hat bzw. verschuldet ist, ist dann Frage des Einzelfalls,zu beurteilen nach § 276 BGB.
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  #5  
Alt 11.05.2005, 20:44
veerstaad
 
Beiträge: n/a
Standard wenn du meinst.

Gut. Man kann natürlich immer in Kommentaren nachschlagen. Aber das wiederum auch nur ne Meinung eines anderen. Man sollte aber grundsätzlich sich erstmal selbst Gedanken machen. Du hast sicher recht der Schuldner hat Vorsatz und Fahrlässigkeit zu vertreten, 276 I. Aber ist Vertretenmüssen der weitere Begriff. Aus § 278 folgt doch schon das Vertretenmüssen weiter zu verstehen ist. Der Schuldner hat das Verschulden seines gesetzlichen Vertreters und Erfüllungsgehilfen ... zu vertreten.

Letztlich ist der Streit ja auch nicht so entscheidend, aber ich habe das gestern erst noch gelesen. Ich suche die Stelle raus.

gestrige antwort ist zugeben schlecht formuliert. entschuldige.

gruß thomas
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