Nachhaltig leben im Studium

Nachhaltig leben im Studium und sparen: Das sind die besten Tipps

Nachhaltiger Lifestyle ist Trend. Das Schöne daran: Der Umwelt etwas Gutes zu tun bedeutet nicht, ab jetzt nur noch im überteuerten, verpackungsfreien Supermarkt einzukaufen. Wir zeigen dir die besten Tipps, wie du auch im Studium günstig nachhaltig leben kannst.

1. Lebensmittel

Der Joghurtbecher, in Plastik verpackter Salat und Tomaten, Wurst- und Käsepackungen – einen Großteil an Plastikmüll produzieren wir beim Kauf von Lebensmitteln. Nachhaltig leben im Studium scheint auf den ersten Blick etwas schwer, vor allem wenn man wenig Budget zur Verfügung hat. Zwar gibt es in größeren Städten heute meist auch verpackungsfreie Supermärkte – diese sind aber unter Umständen schwer zu erreichen oder aber schlicht zu teuer. Die gute Nachricht: günstig nachhaltig einkaufen geht auch anders!

Einkaufstüten wiederverwenden

Egal ob Einkaufstasche oder die kleinen Plastikbeutel für Obst und Gemüse. Eine Menge Plastikmüll sparst du ein, wenn du Taschen bei jedem Einkauf wieder verwendest. Wer komplett auf Plastik verzichten möchte, holt sich einen geräumigen Rucksack oder eine Baumwolltasche für die Einkäufe. Für Obst und anderen Kleinkram, legst du dir mehrere Einkaufsnetze zu.

Unverpacktes Obst und Gemüse

Bist du bei Lidl oder Aldi unterwegs, kommt hauptsächlich unverpacktes Obst und Gemüse in den Einkaufswagen. Meist gibt es Tomaten, Gurken, Kartoffeln und Co. auch unverpackt. Damit du Salatköpfe nicht einzeln aufs Band legen musst, kommen jetzt die Einkaufsnetze, beziehungsweise die wiederverwendeten Plastiktüten zum Einsatz.

Joghurt und Milch im Glas kaufen

Auch bei normalen Supermärkten gibt es Milchprodukte im Glas. Wichtig: Achte darauf, dass es sich um Mehrwegflaschen handelt. Nur dann werden die Flaschen später neu aufbereitet und wiederverwendet.

Saisonal und regional kaufen

Achte auf regionale Produkte. Viele Lebensmittel, etwa tropische Früchte, legen lange Transportwege via. Schiff oder Flugzeug zurück und haben somit eine enorm hohe Energiebilanz. Besser ist es, Produkte aus der näheren Umgebung zu kaufen. So unterstützt Du regionale Bauern und verkleinerst auf Dauer deinen eigenen ökologischen Fußabdruck. Nachhaltiger lebst du auch, wenn du dich bei deinem Einkauf für saisonale Produkte entscheidest. Möchtest Du also im Frühjahr Äpfel essen, solltest du davon ausgehen, dass diese unter künstlichen Bedingungen wachsen. Im Gewächshaus bei künstlicher Beleuchtung, Bewässerung und Belüftung wächst Obst und Gemüse dann unter einem enorm hohen Energieaufkommen.

2. Nachhaltig leben im Studium: Beautyprodukte

Abgesehen davon, dass zu viel Chemie der Haut nachhaltig Schaden zufügt, sind viele Produkte alles andere als nachhaltig: Von Lippenstiften, die an Tieren getestet werden, bis hin zu scheinbar hervorragenden Peelings, in denen eine Menge Mikroplastik für ein verbessertes Hautbild sorgt – die Kosmetikindustrie sich für nichts zu schade. Um im Studium nachhaltig zu leben, ist es deshalb sinnvoll auch bei Kosmetik-Produkten genauer hinzusehen.

Wie gut, dass es in den letzten Jahren eine Gegenbewegung gibt, die sich natürlichen und nachhaltigen Beautyprodukten verschrieben hat. Auch große Hersteller sowie Eigenmarken der Drogerien sind gezwungen, auf den Trend zu reagieren und ziehen nach. Wem ein nachhaltiger Lebensstil am Herzen liegt, kann diesen mit folgenden Tipps auch in Sachen Beauty, günstig umsetzen:

Abschminktücher und -pads aus Stoff verwenden

Reinigst du dein Gesicht täglich mit Wattepads, verbrauchst im Jahr mindestens zwischen 700 und 1500 Stück der kleinen Abschminkhelfer. Diese bestehen aus 100 % Baumwolle. Für die Herstellung von einem Kilogramm Baumwolle braucht es im weltweiten Durchschnitt etwa 11.000 Liter Wasser. Reinigst du Dein Gesicht also etwa zwei Mal am Tag mit Wattepads verbrauchst du in einem Jahr an die 6.600 Liter Wasser für Dein tägliches Beauty-Ritual. Das sparst Du ein, indem Du Wattepads aus Frotteestoff verwendest. Diese sind aus einem Handtuch schnell selbst genäht. Auch bei Herstellern wie Bambusliebe oder Waschies, gibt es wiederverwendbare Wattepads zwischen 10 und 20 Euro.

Kosmetik ohne Mikroplastik

Peelings aber auch Zahnpasta enthalten häufig Mikroplastik. Besonders Produkte mit einer Art „Granulat“, etwa in Form bunter Kügelchen weisen auf Mikroplastik hin. Auch ein Blick auf die Inhaltsstoffe schadet nicht: Bezeichnungen wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), sowie unterschiedliche Formen von Acrylaten (AC oder ACS) weisen auf Bestandteile von Plastik hin.

Tipp: Den Bund-Einkaufsratgeber gibt es zum kostenlosen Download. Hier sind alle typischen Kunststoffe von Kosmetika aufgelistet.

Trendy und nachhaltig mit Skin-Fasting

Seit Anfang 2019 ist der Beauty-Trend aus Japan auch bei uns angekommen. Beim sogenannten Skin-Fasting verzichtet man mindestens eine Woche lang auf alle Beautyprodukte und reinigt die Haut ausschließlich mit Wasser. Das Ergebnis: Die Haut kann endlich wieder atmen, Hautprobleme lösen sich fast von allein. Doch zurück zum Thema: Mit der Kur verzichtest du ganz nebenbei auf, für die Umwelt bedenkliche Produkte und sparst außerdem eine Menge Geld.

3. Kleidung: Günstig und nachhaltig einkaufen

Auch in Sachen Kleidung ist Umdenken gefragt. Als Student freust du dich natürlich auf den Sommer-, Winter- und Midseasonsale: Dann gibt es die beliebten Kollektionen von Zara, Mango und Co. häufig um mehr als die Hälfte reduziert. Mit Fast-Fashion tust der Umwelt allerdings keinen Gefallen. Wie gut, dass es inzwischen einige nachhaltige Alternativen gibt.

Nachhaltig leben im Studium: Shoppen im Secondhand-Laden

Besonders in größeren Städten gibt es inzwischen eine große Auswahl an Secondhand-Läden. Neben Zara, H&M und Co. finden Modeliebhaber hier ausgefallene Vintage-Stücke sowie Haute Couture – und das nicht selten zu unschlagbaren Preisen. Häufig werden Filialen von  Wohltätigkeitsorganisationen wie Arbeiterwohlfahrt, Diakonie und der Caritas betrieben. Aber auch unabhängige kleine Secondhand-Läden sind bei hippen Studenten beliebt. Übrigens: In sogenannten Gebrauchtwaren Häusern gibt es neben Kleidung auch gebrauchte Möbel, Haushaltsgeräte und Co.

Online Second-Hand einkaufen

Abgesehen von Ebay ist Kleiderkreisel wohl die bekannteste Plattform für den Tausch und den Verkauf von Kleidung – das Portal zählt an die 12 Millionen Nutzer in Europa und den USA. Etwas kleiner und überschaubarer ist das Second Hand – Portal Mädchenflohmarkt. Praktisch für Studentinnen: über den Concierge-Service gibt man alte Klamotten ab, die professionell fotografiert und verkauft werden. Mädchenflohmarkt behält sich bei erfolgreichem Verkauf eine Provision von 15% ein, der Rest geht direkt auf dein Konto.

Nachhaltig leben im Studium mit einer Capsule Wardrobe

Weniger ist mehr: Wer sich eine sogenannte Capsule Wardrobe anlegt, reduziert seine Garderobe auf wenige Kleidungsstücke. Die Voraussetzung ist, dass sie sich gut miteinander kombinieren lassen. Dabei setzt du auf hochwertige Klassiker und Basics, die nicht so schnell aus der Mode kommen. Die Planung und Umsetzung der idealen Capsule Wardrobe braucht etwas Zeit. Auf Dauer ist diese Methode nachhaltig und spart dir überdies eine Menge Geld und Zeit.

Was sind deine Tipps für einen nachhaltigen Lifestyle? – Teile deine Ideen zum Thema nachhaltig leben im Studium im Uni24 – Forum.


1 Kommentar zu „Nachhaltig leben im Studium“

  1. Carlos2012

    Cooler Beitrag! Ich würde unter dem Bereich Lebensmittel das Thema Foodsharing unbedingt mit aufnehmen. Ich habe letztens eine Foodsharing App in München verwendet und es ist echt krass, wie viel gutes Essen heute noch in Mülltonnen landet. Vielleicht können wir das Thema in einem anderen Beitrag nochmal aufnehmen 🙂

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