Architektur studier...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Architektur studieren trotz schlechter Berufsaussichten?

Seite 1 / 3

Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Hallo,

hier scheint ja nicht so viel diskutiert zu werden wie im jura- oder bwl-forum, aber ich hoffe einfach mal auf ein paar hilfreiche antworten von euch.

Ich möchte gerne Architektur studieren,weil es mich sehr interessiert und ich es eigentlich schon wollte, seit ich 12 oder so bin.
Ich hab nicht allzu viele Interessen, aber Kunst und eben vorallem auch Architektur gehören dazu. Habe schon Praktika in Archtekturbüros gemacht und auch in meiner Kunstfacharbeit ein architektonisches Thema gewählt. Deswegen weiß ich dass mir ein solches Studium einfach sehr viel Spaß machen würde und es definitiv das richtige wäre. Mein großes Problem, bzw. was mich so sehr davor abschreckt ein Architekturstudium auf zu nehmen ist die derzeitige Arbeitsmarktlage. Die Chance als Architekt einen (guten) Job zu bekommen ist einfach sehr schwer im Moment und würd sich laut Prognosen auch sobald nicht ändern. Das heißt wenn ich in 5 Jahren fertig wäre, wäre es sicher immernoch schwer einen Job zu bekommen.

Ich habe wirklich extrem Panik vor der Zukunft, weshalb ich im moment abwäge nicht etwas anderes zu studieren und mich gegen meine Leidenschaft zu entscheiden. Auf der anderen Seite erscheint es mir auch nicht schlau etwas zu studieren, was mich nicht sonderlich anspricht, nur weil die berufschancen gut sind.

Es ist echt nicht leicht. Ich würde gerne wissen, wie andere (angehende) Architekturstudenten das sehen. Warum studiert oder wollt ihr Architektur studieren? Wie seht ihr das mit der Zukunft?

Was kommt im Studium auf mich zu, wie Arbeitsintensiv ist das Studium?Sind die Vorlesungen anwesenheitspflichtig?Kann man nebenbei einen Nebenjob haben?
Welche Rolle spielt Kreativität/Design in dem Studium? Worin liegen die Schwerpunkte? Wie sehen Berufschancen für Archtekten denn im Ausland aus?Ist es realistisch im Ausland bessere Vorraussetzungen zu finden? Wenn ja, wo?
Wie wichtig sind andere Kenntnisse wie Sprachkenntnisse und zb Auslandserfahrungen für Architekten?

Sorry, ich weiß, dass sind viele Fragen, die ihr mir vielleicht auch nicht alle detailiert beantworten könnt, aber ich würde mich trotzdem über Eure Beiträge freuen.
Wär toll, wenn ihr mir Eure Erfahrungen schreiben könntet.

Danke schön


Zitat
Memo1989
(@memo1989)
Student
Beigetreten: Vor 15 Jahren
Beiträge: 29
 

Du solltest das machen was du magst, und wenn du schon sagst das es deine "Leidenschaft" ist, dann erst recht 😉
Egal wie die Berufslage ist,
1. Kann sich das in paar Jahren ändern
2. Ausland ist auch noch eine Möglichkeit 😉


AntwortZitat
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Du könntest in erwägung ziehen, vielleicht einen Nebenliegenden Beruf zu wählen. Zum Beispiel werden Bauingeneure stark gefordert auf dem Arbeitsmarkt.


AntwortZitat
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Wenn du es so sehr liebst solltest du Architektur studieren! Man hat sehr gute Chansen nach dem Studium!!!


AntwortZitat
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

also ich stehe vor genau den gleichem Problem. Mein größter Wunsch ist es Archtiektur zu studieren, doch die Arbeitsmarklage hat mich ebenfalls abgeschreckt. ich hab mich bereits so viel umhört und nach alternativen gesucht. Doch schließlich bin ich zu einem entschluss gekommen:
man sollte das studieren, was einem von Anfang an in den Sinn gekommen ist, sonst wird man nicht glücklich und bereut es eventuell später es nicht wenigstens versucht zu haben! Und wenn man gut bekommt man auch hier einen Job!


AntwortZitat
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

wenn du arbeitslos sein willst dann studiere unbedingt architektur.
wirst garantiert zuhause nicht verrückt werden.


AntwortZitat
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Also ich bin eigentlich von Beruf Jurist, jetzt 42 jahre alt; bin leider in deutschland durch die 2.Prüfung gefallen und hab dann nochmal in austria studiert, hab aber trotzdem bisher keinen Job als jurist gekriegt.

Da ich schon immer Künstler werden wollte, habe ich nun im WS 2008 damit angefangen an der TU Wien Architektur zu studieren. Das Studium ist wirklich sehr schwer und an einer TU doch sehr technisch. Von 800 Studienanfängern schliessen gerade mal ca. 10 % ihr Studium ab, dh die drop out Quote ist riesig !!! Die Berufsaussichten dagegen so miserabel, dass Du das nur studieren solltest, wenn Du nicht davon leben musst.

Überdenke das nochmal, mE kannst Du dann auch gleich Kunst studieren, weil das Resultat (nix uf de Tasch) ist nachher dasselbe ! die Bauwirtschaft erholt sich auch nie mehr, eine große Cance steckt dagegen in allen Gesundheitsberufen, da die Leute immer älter werden und immer mehr Betreuung brauchen.

ich fang jetzt mit Pharmazie an ab WS.


AntwortZitat
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Man kann dies nicht direkt genug sagen:

Ich möchte alle Interessierten EINDRINGLICHST vor der Aufnahme eines Architekturstudiums warnen!

Ich habe selber mit Bestnote studiert, verfüge über Auslandserfahrung inkl. Mitarbeit in mehreren Büros/ Ateliers sog. Star-Architekten und kann mir daher ein solches Urteil erlauben.

Ich will nur mal grob Umreißen, was Euch in der Architektur erwartet: Bereits das Studium verlangt nach einem Höchstmaß an Einsatz. Eine Siebentagewoche und viele durchgearbeitete Nächte sind eine Selbstverstänlichkeit. Nachdem man seinen Abschluss hat (Wer ernsthaft studiert, muss mit 12-16 Semestern rechnen, je nach absolvierten Praktika während des Studiums) bekommen die Besten 20% die Möglichkeit ohne feste Anstellung auf hire und fire Basis entweder umsonst oder für ein Taschengeld zu arbeiten. In größeren Büros, in denen bezahlt wird, beträgt das Durchschnittsgehalt bzw. Honorar in etwa 800,- bis 1200,- Euro. Dies wohlgemerkt meist ohne Urlaubsanspruch oder irgendwelche extra Zahlungen. Die Arbeitszeit beträgt in nahmhaften Büros etwa 60-80 Stunden pro Woche. Die sieben Tage Woche ist dabei keine Seltenheit. Ich habe in Wettbewerbsphasen auch schon deutlich über 400 Stunden im Monat gearbeitet. Dies wird als selbstverständlich angesehen und natürlich nicht extra entlohnt oder in Freizeit zurückerstattet. Ich kenne mehrere Büros, in denen Architekten wegen Überarbeitung (z.B. mit Lähmungserscheinungen) in die Klinik eingeliefert wurden. Andere Kollegen werden depressiv oder landen in der Anstalt. Das ist für die Büros allerdings kein großes Problem. Es gibt ja ausreichend Nachschub...

Die Aufstiegsmöglichkeiten sind im Architekturgeschäft recht begrenzt. Es ist nach einigen Jahren möglich Projektarchitekt zu werden und ein eigenes Projekt und Team zu leiten. Hier verbessert sich die Bezahlung zum Anfänger deutlich, liegt aber in Anbetracht der enormen Arbeitsbelastung und der Verantwortung im Vergleich mit anderen Ingenieursberufen so lächerlich niedrig, dass man darüber nicht reden muss.

Da viele keinen Job in ihrem Traumberuf finden oder dem Druck in großen Büros nicht mehr gewachsen sind, versuchen sie ihr Glück auf eigene Faust. Das ist an sich eine gute Sache, denn wer Architekt sein will, sollte auch Einfluss auf die Architektur nehmen können (dies ist in großen Büros meist nur bedingt der Fall - viele arbeiten in einem Tätigkeitsbereich der früher Bauzeichner hieß und ein Lehrberuf für Realschüler war. Dieser Beruf wurde zwischenzeitig beinahe komplett von arbeitslosen Architekten verdrängt). Leider ist der Baumarkt derartig schwierig, dass die meisten Selbständigen Probleme haben ihre Existenz mit diesem Beruf zu sichern. Zzt. (Sommer 2009) sind mehr als 35% der Büros akut vom Konkurs bedroht. Über 60% machen einen Jahresumsatz von unter 30.000,- Euro (Dies ist der Umsatz, davon müssen noch Mitarbeiter, Büromiete, Material usw. bezahlt werden). Da kann man sich vorstellen, dass dieser Beruf mehr ein Hobby ist und wenig zum Geldverdienen taugt.

Wohl auch nicht ohne Grund haben viele der heute nahmhaften Architekten einen familiären Background, der es ihnen erlaubt hat, auch mal Durststrecken von 10-15 Jahren ohne Verdienst zu überbrücken.

Wenn Du also bereits über ausreichende finanzielle Mittel verfügst, um nicht von der Architektur leben zu müssen, wenn Du also gerne umsonst arbeitest, wenn Du kein Interesse an Freunden hast, wenn Du keine Familie gründen willst, wenn Dich im Leben nichts weiter interessiert, wenn Du gut mit drei Stunden Schlaf auskommst: Willkommen bei den Architekten.


AntwortZitat
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Ist das nicht mehr als nur ein bisschen übertrieben??
Nach deiner Beschreibung scheint es ja ein Horror-Beruf zu sein, was es bestimmt nicht ist...
Kommt mir so vor als ob du sehr sehr viele schlechte Erfahrungen als Architekt gemacht hast...klingt einfach bitter!!!
Aber es kann nicht bei allen Architekten so trist aussehen wie bei dir, sonst würden wir ja nicht soviele haben.

Ich möchte auch erstmal gerne mehr über das Studium erfahren. Wie ist es aufgebaut? Muss man eine Gabe fürs Zeichnen und Konstruieren haben oder kann man das auch noch im Laufe des Studiums erlernen?
Ich möcht ja jetzt nicht sagen, dass ich eine totale Niete darin bin, aber es gibt sicher bessere Zeichner und Maler als mich...

Ich hoffe mir kann jmd eine schnelle Antwort geben, bin in Zeidruck eine Entscheidung fällen zu müssen.


AntwortZitat
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Ich habe gerade mein abi gemacht und bin nun schon seit ueber nem monat hier in sao paulo und mache verschieden kleine praktika wo ich verschiedene arten von bueros kennenlerne.
ich habe beim aufbau einer installation hier im museum for image and sound (Leonardo Crescenti)mitgeholfen, war eine woche in einem lighting design buero(Franco e Fortes, franco ist einer der leiter der international association of lighting designers), letzte woche war ich in einem architektur buero (reinach e mendonca rmaa.com.br) und diese woche schau ich mri ein buero dass sich auf grafik - und verpackungsdesign spezialisiert hat (ozdesign.com.br .. die geschaeftsfuehrer sind aber alles architekten!)
also was ich damit sagen will und was mir alle hier sagen ist dass man mit einem architekturstudium eine ziemlich breite basis bekommt, mit der man noch in viele bereiche gehen kann, man muss sich nicht unbedingt auf den bau beschraenken. einer der geschaeftsfuehrer hier hat mir erzaehlt, dass von 150absolventen, gerade mal 5 wirklich NUR architekten sind. viele sind kuenstler, designer (grafik, produkt, industrie etc. sogar schmuck), sogar schriftsteller geworden.
deswegen wuerde ich mich nicht zu sehr vom arbeitsmarkt abschrecken lassen, denn wie schon gesagt, kann sich das in ein paar jahren aendern, und wenn man das was man macht wirklich mag hat man auch spass and der sache und ist wohl auch gut darin und wird dann auch genommen! und, genau, ausland ist immer noch eine moeglichkeit 😉
ich kenne auch in deutschland viele architekturbueros die nicht kurz vor dem bankrott stehen und zeit fuer ein privatleben haben(auch wenn es manchmal etwas kurz kommt..aber das kennt man ja nicht nur von architekten).
das mit dem geld stimmt irgendwo schon..mit architektur wird man nicht reich..aber man kann trotzdem ein gutes leben fuehren, denn ist es nciht das beste, wenn man in sich seinem beruf richtig entfalten (ich weiss, mri st grade kein anderes wort eingefallen 😉 ) kann?
naja, genug geredet. jedenfalls war ich bevor ich diese ganzen sachen hier gemacht hab auch ziemlich unsicher (oder bin verunsichert worden) aber das was ich hier mache, hat mir unglaublich weitergeholfen !!
ich hoffe ich konnte dir auch irgendwie weiterhelfen..auch wenn ich zum studium ja selbst noch nciht viel sagen kann 😉


AntwortZitat
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

also erst mal möchte ich dir sagen, dass du nicht der Einzige bist, der sich um seine Zukunft sorgen macht. Geh und besuch einen Tag lang die Studenten und du wirst Gesichter sehen auf denen die Angst geschrieben steht! Ich bin Lehramtsstudent und studiere Mathematik und Englisch und ja es war nicht meine eigentliche Entscheidung auf Lehramt zu studieren... denn ich wollte Architekt werden seit meinem 10 Lebensalter. Ich habe damals als Schüler sehr viele Architekten gefragt/interviewt:D, und sie gefragt, ob Architektur cool ist und wie es in der Zukunft aussehen könnte. Die Antworten waren fast immer dieselben. Vergiss es! Warum, weil du auch bei guter Arbeitslage nur Stress haben wirst, Kunden, die kein Geld rausrücken oder die gemachte Arbeit nur kritisieren...einer meinte sogar, dass er, wenn er jetzt die Möglichkeit hätte noch einmal vom vorne zu beginnen, Architektur das Letzte wäre, was er studieren würde... aber wenn ich heute so nachdenke, würd' ich Architektur studieren, denn mein Mathestudium fiel mir am Anfang überhaupt nicht leicht aber es ist auf jedenfall ein schöner Beruf, der Beruf des Lehrers. Was ich dir sagen will, wenn du unbedingt Architektur studieren willst, dann tu das gefälligst, lass dir von niemandem was einreden, probier es aus und wenn du siehst es gefällt dir nicht oder die wirst Arbeitslos 🙁 dann such dir jetzt schon eine Alternative z.B Bauingenieurwesen.


AntwortZitat
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Und mit Bauingenieurwesen hätte ich bessere Chancen? Ist das denn bisschen leichter?

Bin jetzt erstmal in der 11, aber um sich zu informieren ist es nie zu früh..

Und soo gut bin ich nu auch wieder nicht.. =(


AntwortZitat
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Bauingenieurwesen ist sehr viel technischer als Architektur. Der künstlerische Aspekt von Architektur fällt beim Bauingenieur fast gänzlich unter den Tisch.
Statiker und Gas, Wasser, Scheiße-Planer sind typische Bauingenieure.
Trotzdem kann BI-Wesen eine sehr spannende Sache sein.

Was die Zukunftsperspektiven angeht: Nenne mir eine Arbeitsbranche, für die man studieren kann, bei der es nicht bergab geht?
Ganz ehrlich Leute. Habt ihr schon mal gehört in den letzten Jahren, dass es irgendwo so richtig bergauf geht?
Selbst die Börsenmaklerei hat durch ihren fulminanten Zusammenbruch bewiesen, dass es keine sichere Branche gibt.
Also studiert was immer ihr wollt.

Überlegt euch was die alternative ist. Ihr studiert BWL weil eure alten sagen, dass das eine sichere Sache ist. Oder Medizin,weil die Menschen immer krank werden...
Dann plagt ihr euch durch das Studium dass euch keinen Spass macht für einen ominösen Tag X an dem ihr dann mal damit Geld verdienen könnt.
Ich sags euch wenn ihr keine Freude an eurem Studienfach habt werdet ihr auch nicht gut sein!
Dann arbeitet ihr irgendwann in dem Job, den ihr hasst usw., um mit mitte 40 festzustellen, dass eure Jugend dahin ist, ihr jeden Tag scheiße macht die euch ankotzt und dieses einzigartige Kostbare leben verschenkt habt weil ihr damals euch nicht getraut habt das zu tun was ihr eigentlich wolltet.
Studiert Architektur. Spezialisiert euch im Master! Je abgefahrener umso besser! Geht ins Ausland!

Ich selbst studiere etwas das ich nicht gewollt habe, sondern das mir eingeredet wurde. Ich kann euch sagen: Es kostet mich mehr Überwindung das zu tun was mir nicht liegt, als 7 Tage die Woche zu arbeiten für etwas das ich mein leben Lang tun wollte.
Auf die Architektur - mein nächstes Studium!
Ben


AntwortZitat
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

Also ich werde im Sommersemester 2010 anfangen BI-Wesen zu studieren, aber wollte -weils der gleiche Schwerpunkt ist- eigentlich nen Architekturstudium im Wintersemester 2010 anfangen.

Aber hinsichtlich der Erfahrungsberichte sollte ich dann ja doch lieber bei Bauingeneurswesen bleiben?! Obwohl ich damit meine Kreativität begraben sehe. Physik liegt mir auch, einwandfrei, aber mit der Mathematik tu ich mich doch manchmal schwer.

Ich werd mir beides auch anschauen, aber zukunftsorientiert (ich bin 20, weiblich und die biologische Uhr tickt dementsprechend auch nicht ewig) muss ich doch dann zu BI tendieren?!


AntwortZitat
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Guest
Beigetreten: Vor 1 Sekunde
Beiträge: 0
 

hm... also der bezug zwischen architektur und bauingenieurwesen ist meist mit dem spruch "der architekt entwirft und der bauingenieur guckt dann, wie er das ganze bauen kann" recht gut beschrieben...
das gillt natürlich nur solange dein studium auch wirklich bauspezifisch -also ausführend- bleibt. als bau-ing stehen einem schließlich ebenso noch die bereiche umweltwesen, wasserwirtschaft, hoch- und tiefbau (soll nur stehen und nicht nach was aussehen^^), statik, bauplanung, entwicklungshilfe, holzbau -also baustoffspezifisch spezialisiert-, stadtplanung und diverses mehr zur auswahl... ich hab auch schon von einem gelesen, der sich -rein auf die kulturellen aspekte des bauens beschränkend- in den bereich der soziologie vorgearbeitet hat.
aber du siehst: kreativität hat hier mehr mit problemlösungen und deren umsetzung zu tun, denn mit entwurf und ästhetik.

ich weiss, dass man letzteres auch im bereich bau-ing erreichen kann, ist aber selten, dass derjenige dann ein reiner bauingenieur ist... eine chance in diesem zusammenhang ist der -ja, das folgende wort soll da stehen- bachelor. kannst da ja relativ frei kombinieren...

zum bau-ing selbst: massig mechanik (1 u 2) und ein bisschen weniger mathe (1 bis 3); besonders ersteres in form von der grundlegenden mechanik, ergänzt mit statik, baukonstruktion, hydromechanik, spannbetonbau und wenn man will, auch noch mehr... 😉 alles damit du kreativ an probleme herangehen kannst und zu eigenen, fundierten lösungen kommen kannst. mathe ist eher in den ersten drei semestern -dem grundstudium- vertreten und ermöglicht dir dann, eigene modelle zu erstellen und zu berechnen, wenn es zum beispiel an die abschlussarbeit geht. (nachher gibts ja immernoch DIN 😉 )

und mit der zukunft ist das ja immer sonne sache, nech... einerseits werden leute immer krank, wollen geld anlegen und ein haus bauen, andererseits ist die frage, ob du auch gerade diese sparte unserer dienstleistungsgesellschaft vertreten willst.
"sicherer" ist es von der nachfrage zwar schon, aber ob du mit einer halbmotivation(?) soweit kommst, dass du auch von den arbeitgebern als gute wahl erscheinst ist die andere frage... also lieber das machen was man wirklich will, weil man dann auch gut sein will und nicht nur jemand, der auf die frage was man macht eine antwort mit ehrenhafter berufung parat hat... es sei denn natürlich, du willst deinem nachwuchs alle spielsachen selbst aus holz und beton herstellen.^^ wobei das gerade ein aspekt ist, den man nicht studieren muss, um ihn zu beherrschen...


AntwortZitat
Seite 1 / 3

Hinterlasse eine Antwort

Autor

Autoren E-Mail

Titel *

Vorschau 0 Revisionen Gespeichert
Teilen: