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Verdienst Psychotherapeut  

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Anonym
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17/06/2005 2:00 am  

hi, als was verdient man im schnitt meh?
als psychologischer psychotherapeuth oder als ärztlicher psychotherapeuth?


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Anonym
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Beigetreten: 1 Sekunde zuvor
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18/06/2005 2:00 am  

[quote][i]Original von timo20[/i]
hi, als was verdient man im schnitt meh?
als psychologischer psychotherapeuth oder als ärztlicher psychotherapeuth?[/quote]

Wenn du wirklich interessiert wärst, hättest du dich bestimmt schon über das deutsche Gesundheits- und Abrechnungssystem (insbes. auch Budgetierung) informiert und wüsstest, wie schwachsinnig deine Frage ist!

Außerdem, aber das hast du bestimmt auch nur vergessen??: Durch das PsychThG sind Ärztliche und Psychologische Psychotherapeuten gleichgestellt.

Insofern gilt die gleiche Vergütung (hier: üppige Vergütung Nordrhein):

Vorgespräch = probatorische Sitzung (50 Minuten): 16,85 EUR (AOK) bis 0,87 EUR (IKK)

Psych. Beratung: max. 1,96 EUR

Psychotherapeutische Sitzung (50 Minuten): max. 56,84 EUR (Vor- u. Nachbereitung ohne Vergütung).

Zum Vergleich (Bruttokosten):

Kfz-Mechaniker: 70 Euro / Std.
Lackierer: 83 Euro / Std.

Alle psychotherapeutischen Leitungen allein sind auch in üpppigen Regionen Verlust. Es lohnt sich eigentlich nur in einer Kurzintervention mit Medikation, ggf. im Rahmen einer anderen fachärztlichen Behandlung (hier schneiden Internisten mit Psychotherapiezulassung am besten ab). Ansonsten gelten die üblichen Unterschiede: Region, Anteil an Privatpatienten, Beihilfe und Selbstzahlern, Auslastung der Praxis etc.

Wenn du an Geldverdienen interessiert bist und vielleicht mal eine Familie ernähren willst, solltest du dich auf jeden Fall nach einem anderen Beruf umschauen, denn die bestverdienenden PTs haben so viel wie die am wenigsten verdienenden anderen Facharztrichtungen, und die verdienen schon nicht (mehr) üppig.


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Anonym
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18/06/2005 2:00 am  

fa für psychosomatische medizin ist also der schlechteste artzt der man werden kann?


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18/06/2005 2:00 am  

[quote][i]Original von timo19[/i]
fa für psychosomatische medizin ist also der schlechteste artzt der man werden kann?[/quote]

Genau. Auch im Ansehen der Ärzte untereinander rangieren die FAs f. Psychotherapeutische Medizin ganz unten (eben nur eine Stufe über den Psychologischen Psychotherapeuten, die als reines Hilfspersonal betrachtet werden), danach kommen Psychiater (die besonders abfällig über die o.g. Gruppe herzieht, ansonsten aber ihrerseits belächelt wird) und Kinderärzte. Dann glaube ich Orthopäden, bin ich mir aber nicht mehr sicher. Ganz oben stehen die spezialisierten Chirurgen.

Also, ich würde jedem abraten, das anzustreben. Psychologie mit dem Ziel Therapeut sowieso. Aber auch bei Medizin würde ich eher zu anderen Fachrichtungen raten, zumal die Zukunftschancen v.a. auch im Bereich der Inneren Medizin sehr gut aussehen.

Psychologie würde ich wirklich "nur noch" (meine Güte, wie das klingt) bei Interesse an naturwissenschaftl. Forschung empfehlen. der Weg zum Therapeuten ist lang und teuer und mit hohen Risiken behaftet, der Beruf wenig lukrativ, eher etwas für Leute, die nicht ein Primäreinkommen erwirtschaften müssen, denen dafür aber ein hohes Maß an Flexibilität sehr wichtig ist (z.B. wegen des Hauptberufs als Hausfrau und Mutter). Aber unsicher ist Psychologie natürlich insgesamt, weil Forschungsjobs für Psychologen in Deutschland eben extrem rar gesäht sind. Man sollte sich eine Hintertür offenhalten, falls das mit der Forschung nicht klappt. Die meisten planen eh erstmal ein Auslandsstudium nach dem Diplom (z.B. sehr beliebt (Kognitive) Neurowissenschaft) oder sie ziehen bei eher sozialpsychologischer u. A&O Ausrichtung knallhart ein BWL/VWL Studium durch (ich weiß nicht, wie sie das machen ... na ja ich hab zwar auch ziemlich viel forschungsrelevantes Zeugs nebenhergemacht, aber ein komplettes Studium nebenher?! - Obwohl BWL wohl bei ausreeichend (Frei-)Zeit und Belastbarkeit gut zu machen ist, da man im Prinzip anscheinend nur zu den Klausuren am Semesterende erscheinen muss und den Kram ganz gut aus dem Lehrbuch plus Klausrenskript pauken kann).


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18/06/2005 2:00 am  

Cliff man sieht es doch sofort, dass du ein Psychiater oder Psychologe bist, der totale Angst vor Konkurenz hat!!! :baby:


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18/06/2005 2:00 am  

[quote][i]Original von Cadmy[/i]
Cliff man sieht es doch sofort, dass du ein Psychiater oder Psychologe bist, der totale Angst vor Konkurenz hat!!! :baby:[/quote]

Konkurrenz von wem? Ich verstehe nicht, was du meinst.


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19/06/2005 2:00 am  

@ Cadmy

Ein Psychiater oder Psychologe würde sich gar nicht auf Dein Niveau herunterlassen. Der hat es doch nicht nötig, sich von solchen Pubertierenden wie Dir, so anquatschen zu lassen. Meinste nicht?


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19/06/2005 2:00 am  

Das ist ja wohl der dümmste Schwachsinn, den ich je bezüglich dieses Faches gehört habe. Ich studiere es zwar nicht und will das auch nicht, aber ich weiß nicht, woher du meinst, das Ansehen von Psychotherapeuten einschätzen zu können. Orthopädie ist übrigens ein chirurgisches Fach, soll bald mit Unfallchirurgie zusammengelegt werden.

Außerdem gibt es verdammt viele Forschungsprojekte, vor allem in der Kognitionsforschung und Neurobiologie, die immer stärker in den Lehrplan einbezogen wird. Die Neurowissenschaften sind extrem auf dem Vormarsch.


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19/06/2005 2:00 am  

[quote][i]Original von abc[/i]
@ Cadmy

Ein Psychiater oder Psychologe würde sich gar nicht auf Dein Niveau herunterlassen. Der hat es doch nicht nötig, sich von solchen Pubertierenden wie Dir, so anquatschen zu lassen. Meinste nicht?[/quote]

Das habe ich so nicht mal aufgefasst. Der Vorwurf, "Konkurrenz" durch andere Berufsgruppen, wie Pädagogen und Theologen, durch Abschottung des Berufes beseitigen zu wollen, stammt ja aus der Zeit, als das Therapeutengesetz verhandelt wurde. Das ist aber gegessen. Insofern verstehe ich den Hinweis auf Konkurrenz nicht.

Um es richtigzustellen: ich finde es wegen einer mE nicht ausreichenden fachlichen Grundqualifikation korrekt, dass diese Berufsgruppen keinen Zugang zum Beruf des Psychotherapeuten haben. Ich hätte mir allerdings mehr Konsequenz gewünscht. Zum einen ein stärkeres Betonen von evidenz-basierter Medizin und (damit verbunden) die Aufhebung von Therapeischulen. Zum anderen ist es unsinnig, diese Berufsgruppen dann wieder auf Kinder und Jugendliche loszulassen; das hängt aber wiederum mit einer nicht zeitgemäßen und inkonsequenten Sichtweise der Psychotherapie zusammen und entspricht nicht dem wissenschaftlichen State-of-the-Art.
Zudem hätte ich mir eine Trennung von Klinischer Psychologie und Psychotherapie gewünscht, weil auch das dem Stand der Forschung und den realen Aufgabenfeldern, die zumindest auf der Seite des konkreten Bedarfes bestehen, gerecht geworden wäre. Dass der Bedarf nicht gedeckt (und offenbar nicht einmal von Verantwortlichen erkannt) wird und dass die Bezahlung im Gesundheitssystem inadäquat ist, ist ein rein deutsches und vermutlich primär strukturelles Problem. Mitverantworlich ist in Deutschland aber sicher auch die fehlende Wissenschaftstradition in Medizin und auch in der Wirtschaft.

Dies alles ändert aber nichts am Staus-quo, über den man sich eben im Klaren sein sollte (die Verleugnungs"taktik", die eher die Regel ist, hilft halt nicht, weil die Realität dann doch irgendwann knallhart zuschlägt - ist z.B. halt doof, wenn man meint, man hätte mit einer Approbation automatisch eine Kassenzulassung und könnte sich niederlassen).
Daher meine Meinung, dass man innerhalb der Psychologie (vorausgesetzt man denkt global und plant ein Aufbaustudium und / oder Postdoc im Ausland fest mit ein) im reinen Forschungsbereich (v.a. Kognitions- u. Neurowissenschaften im weitesten Sinn) bessere Karten hat, Beschäftigung zu finden (Eignung natürlich auch vorausgesetzt).


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19/06/2005 2:00 am  

Hallo Cliff,

mit Konkurenz meint Cadmy die anderen Forenteilnehmer, die eventuell mal Psychologie studieren und Therapeuten werden wollten, die aber aufgrund Deiner Ausführungen abgeschreckt werden. Damit hättest Du, Cadmys Denkweise zufolge, einiges weniger an Konkurenz, weil jetzt alle abgeschreckt sind und Du dann alle Stellen für Dich hast.

Ich halte Diplom-Pädagogen aber auch für kompetent genug, eine Therapieausbildung im Bereich Kinder und Jugendlich zu absolvieren.

Insgesamt sind Deine Ausführungen natürlich richtig und nur Cadmy irrt, so banal wie es klingt, ist es auch.


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19/06/2005 2:00 am  

cliff...eine frage.... studierst du selbst psycho???
ich glaub dir nämlich net gant, ich kenn eine psychotherapeutin, die verlangt pro h 90 euro, das is nicht wenig und kann sich je nachdem wieviel man arbeitet ganz schön aufsummieren


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19/06/2005 2:00 am  

[quote][i]Original von timo20[/i]
cliff...eine frage.... studierst du selbst psycho???
ich glaub dir nämlich net gant, ich kenn eine psychotherapeutin, die verlangt pro h 90 euro, das is nicht wenig und kann sich je nachdem wieviel man arbeitet ganz schön aufsummieren[/quote]

Ich bin erst kürzlich fertig geworden, mache jetzt noch ein Forschungspraktikum und studiere da quasi integriert einzelnen Physikkram (bin nach dem Physik Vordiplom bzw. aus dem Physik Hauptstudium zur Psychologie gewechselt). Insofern bin ich noch voll im Thema, habe noch den Kontakt zu KommilitonInnen usw.

Daher sei dir gesagt: deine Psychotherapeutin kann keine 90 Euro verlangen, da sie, wie jeder andere Arzt auch, als Psychotherapeutin an die Gebührenordnung gebunden ist und da werden nur Punktwerte abgerechnet. Sie darf (anders als z.B. Zahnärzte) von Patienten auch keine Zuzahlungen verlangen, denn dass ist per Gesetz zur Einführung des Psychotherapeutengetzes gleich mit verboten worden. Insbes. kann sie natürlich von den Kassen rein gar nichts "verlangen", da sie auf die Festlegung der Vergütung je Punktwert und die von Einzelleistungen null Einfluss hat und zudem wie jeder Arzt auch gar nicht mit der Kasse selbst abrechnet (Stichw. KBV).


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19/06/2005 2:00 am  

also vielleicht verlangt sie ja nur bei privatpatienten soviel...
aber ich hab mir ne rechnung besorgt von ihr!


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19/06/2005 2:00 am  

[quote][i]Original von timo20[/i]
also vielleicht verlangt sie ja nur bei privatpatienten soviel...
aber ich hab mir ne rechnung besorgt von ihr![/quote]

Nochmal: sie ist an die Gebührenordnung gebunden! Die gilt auch für Privatpatienten.
D.h. sie kann bei *entsprechenden* Privatpatienten einen *entsprechenden* Privatsatz (Erhöhung des Punktwertes) berechnen. Aber selbst eine Praxis mit sehr hohem Privatanteil (einschl. Beihilfepatienten!!!) liegt da unter 20%, drüber kommt man nicht, weil man zur Behandlug von Kassenpatienten verpflichtet ist (Zuwiderhalndung führt zum Verlust der Kassenzulassung, was auch jedes Jahr mehrfach passiert). D.h. unter optimalsten Bedingungen und absolut voller Auslastung (und entsprechender Zulassung, schließlich darf man nicht nach Lust und Laune Stundenkontingente abrechnen bzw. die Kassenstunden steigern) bei 30 Therapie-Std. / Wioche (=45 Arbeitsstunden / Woche, Gutachtenerstellung, Probatorische Sitzungen, Diagnostik etc. nicht eingerechnet) sind das rund 5 Privatpatienten / Woche. Dadurch entsteht dann aber auch schon ein Umsatz, der dann schon nahezu doppelt so hoch ist, wie der des Durchschnitts aller Psychotherapeuten (weil sowohl die Auslastung wie auch der Privatanteil eben nicht so hoch sind). Die letzte Analyse, die ich gelesen habe, als ich mich selbst noch aktiv für Psychotherapie als evtl. Berufsmöglichkeit interessiert habe, kam zu dem Ergebnis, dass fast 3/4 aller Psychotherapeuten nicht alleine von ihren Therapieeinkünften leben können. Insofern ist der Anteil an "anderweitig Versorgten" (idR in dem der Lebenspartner das Primäreinkommen erwirtschaftet und / oder durch Rücklagen, z.B. Mieteinkünfte aus steuerliche Anlagen aus den "fetten Jahren") entsprechend groß. Wegen der weiteren harten Einsparungen im Gesundheitswesen (und weiteren hinzugekommenen und gestiegenen Praxsiskosten) denke ich nicht, dass sich daran wesentlich etwas geändert hat.


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20/06/2005 2:00 am  

Korrekt. Eine freie Festlegung eines festen Honorars (z.B. "Ich nehme 90 Euro die Stunde!") geht bei Ärzten und somit auch bei Psychotherapeuten nicht. Das wissen aber auch die meisten Psychologiestudenten komischerweise nicht, genauso, wie sie völlig unrealistische Vorstellungen von ihrem späteren Gehalt haben (anders als Medizinstudenten übrigens) - gucken wahrscheinlich alle zu viele amerikanische Fernsehserien und kapieren nicht, dass das keine Realisät ist und außerdem noch die USA nicht Deutschland sind.


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