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Wo kann man Rechtspsychologie studieren?  

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ellie231
(@ellie231)
Abiturient
Beigetreten: vor 13 Jahren
Beiträge: 1
12/11/2005 1:00 am  

Hallo 🙂

An welchen Unis gibt es die Moeglichkeit Rechtspsychologie zu studieren? Wie lange im Durchschnitt dauert es um Rechtspsychologie zu werden und welche Kurse muss man machen? Was fuer Arbeitsmoeglichkeiten gibt es in Deutschland?

~ Ellie


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Guron
(@guron)
HiWi
Beigetreten: vor 12 Jahren
Beiträge: 118
12/11/2005 1:00 am  

Hi,

Rechtspsychologie ist ein Schwerpunkt, den du dir im Hauptstudium aussuchen kannst.

Weitere Informationen zu Rechtspsychologie findest du hier: [URL= http://www.psychologie-studium.info/index.php?site=11]klick[/URL]

An sonsten ist die Rechtspsychologie in Kiel übriegens ziemlich gut. 😉


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Anonym
 Anonym
(@Anonym)
Gast
Beigetreten: vor 1 Minute
Beiträge: 0
12/11/2005 1:00 am  

[quote][i]Original von Guron[/i]
Hi,

Rechtspsychologie ist ein Schwerpunkt, den du dir im Hauptstudium aussuchen kannst.

Weitere Informationen zu Rechtspsychologie findest du hier: [URL= http://www.psychologie-studium.info/index.php?site=11]klick[/URL]

An sonsten ist die Rechtspsychologie in Kiel übriegens ziemlich gut. ;)[/quote]

Ja sehr seriös:

"Nun der Beruf des Profilers gehört in der Tat zur Rechtspsychologie, aber wer Psychologie studiert um Profiler zu werden, den muss ich warnen: Es gibt in diesem Bereich nur extrem wenige Stellen und außerdem setzt die Ausbildung zum Profiler voraus, dass man Polizist ist. Man hat also die Möglichkeit entweder erst Polizist zu werden und dann ein Studium der Psychologie mit Schwerpunkt Rechtspsychologie und Kriminologie anzuhängen, oder nach dem Psychologiestudium in den Polizeidienst zu gehen.

Es gibt aber auch noch andere, weniger abenteuerliche Berufe im Bereich der Rechtspsychologie. Dem Profiler am nächsten kommt der Polizeipsychologe. Auch hier ist es gelegentlich die Aufgabe Täterprofile zu erstellen. Die Aufgaben gehen hier aber deutlich weiter. Das reicht von der Verhandlung bei Geiselnahmen bis zur Planung von Einsätzen, aber auch die Beratung und Betreuung von Polizeibeamten nach schwierigen Situationen gehört dazu. Oft fällt auch der Bereich Personalplanung und Auswahl in den Tätigkeitsbereich eines Polizeipsychologen."

Geliche das mal mit der Stellungnahme des BKA ab!

Selten so einen Unsin gelesen.

Lustig auch die Idee es gäbe eine Polizeipsychologen, der Täterprofle erstellt. Die "Polizeipsychologen" die mir über den Weg gelaufen sind, entwicklen und evalurieren ausschließlich Maßnahmen im OE/PE Bereich, arbeiten also als ABO Psychologen.

Verhandlungen mit Geislnehmern werden auch nicht von Psychologen, sondern von VGs geführt, da sind keine Pschologen dabei, auch nicht in deren Ausbildung.

Das sind alles die üblichen Hirngespinste, die tolle Berufsperspektiven für Psychologen vom Himmel lügen.

🙁


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Guron
(@guron)
HiWi
Beigetreten: vor 12 Jahren
Beiträge: 118
12/11/2005 1:00 am  

Pardon, ich hab den Text nicht geschrieben, sondern nur verlinkt. :rolleyes:

Es ist toll, dass du kritisieren kannst, aber wie wärs, wenn du dann mal Auskunft über das genaue Betätigungsfeld geben würdest, wenn du dich damit auskennst?


AntwortZitat
Anonym
 Anonym
(@Anonym)
Gast
Beigetreten: vor 1 Minute
Beiträge: 0
12/11/2005 1:00 am  

[quote][i]Original von Guron[/i]
Pardon, ich hab den Text nicht geschrieben, sondern nur verlinkt. :rolleyes:

Es ist toll, dass du kritisieren kannst, aber wie wärs, wenn du dann mal Auskunft über das genaue Betätigungsfeld geben würdest, wenn du dich damit auskennst?[/quote]

Es gibt im wesentlichen drei Bereiche:

1. Forschung (Unikarriere)
2. Jutsizvollzug
3. Gutachter

1. und 3. gehen vielfach zusammen. Alternativ gibt es die Tätigkeit als Gutachter als Zubrot zu einer psychotherapeutischen Praxis. Vom Gutachtenschreiben allein kann man in der regel nicht leben. Für die gutachterliche Tätigkeit (vereid. als Gutachter) ist seit einigen Jahren (ich glaube seit 2000) ohnehin eine Zulassung als Rechtspsychologe notwendig, die notwendige Ausbildung dauert fünf Jahre und setzt faktisch auf eine Therapieausbildung mit Approbation auf. Die Ausbildung zum Rechtspsychologen kann aber zur Abwechslung wohl tatsächlich wenigstens zu 2/3 berufsbegleitend absolviert werden.

D.h. Studium+Therapieausbildung+Anfang Rechtspsychologie-Ausbildung+Stelle an der Uni und berufsbegleitende Qualifikation zum Rechtspsychologen (sofern man über den Lehrstuhl die Gelegenheit hat, Guitachten zu schreiben).

Oder Studium+Therapieausbildung+Anfang Rechtspsychologie-Ausbildung+Stelle im Justizvollzug und berufsbegleitende Qualifikation zum Rechtspsychologen (evtl. sogar mit Freistellung durch den AG; ggf. kann man sogar schon den Anfang der Ausbildung, insbes. die Klinikzeit, schon in den Job integrieren).

Anders dürfte es schwer werden. Insbes. weil es ja auch die nächsten 20 Jarhe extrem schwer werden wird, als Therapeut eine Kassenzulassung zu bekommen (weitere Budgetierung, Ausbau der Zulassungsquoten, wie schon jetzt bei KiJus).


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Anonym
 Anonym
(@Anonym)
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Beiträge: 0
15/01/2008 1:00 am  

In Gießen ist Rechtspsychologie auch ziemlich gut...


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Anonym
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(@Anonym)
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Beigetreten: vor 1 Minute
Beiträge: 0
31/07/2010 2:00 am  

Hallo ich habe eure unterhaltung gelesen und habe den letzten eintrag verfolg.
ich interessiere mich auch sehr für das thema und habe diesbezüglich ein paar fragen:
es wurde gesagt, dass, dieser eine eintrag (also das zitat) schwachsinn ist....
jetzt würde mich aber mal interessieren, welche berufe denn dem profiler am nähesten kommen?
oder welche berufe sind denn das, was in dem artikel fälschlicherweise als rechtspsychologe bezeichnet wurde?
hoffe ihr könnt mir helfen^^


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Anonym
 Anonym
(@Anonym)
Gast
Beigetreten: vor 1 Minute
Beiträge: 0
18/08/2010 2:00 am  

Profiler: dazu gibt es Infos beim BKA. In der Regel Ausbildung im Polizeivollzugsdienst (also Abi und dann sofoert zum LKA oder BKA in die Kommissaranwärterposition, dann hoffen, die interne Qualifizierung zum operativen Fallanalytiker machen zu können).

Rechtspsychologen: forschen (meist an der Uni) rum. Die dies nicht an die Uni schaffen, verdingen sich quasi freiberuflich bei großen Gutachterfirmen. Hauptjobs sind Gutachten fürs Familiengericht (Fragen zum Aufenthaltsbestimmungsrecht von und Umgangsrecht mit Kindern).

Ich hab in beides Einblick gehabt: Gutachtenkram ist mit zu langweilig (finde ich quälend öde), rechtspsychologische Forschung reißt mich thematisch nicht vom Hocker.

Ansonten gilt: wer im Knast oder in der forensischen Psychiatrie arbeiten wil, braucht keine rechtspsychologische Ausbildung, sondern eine solide klinische Grundlage (Schwerpunkt im Dipom bzw. M.Sc. in Klinischer Psychologie) und möglichst eine Approbation als Psychologischer Psychotherapeut.


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Anonym
 Anonym
(@Anonym)
Gast
Beigetreten: vor 1 Minute
Beiträge: 0
21/09/2012 2:00 am  

die Universität Bonn bietet einen berufbegleitenden Studiengang für Rechtsychologen an. Voraussetzung ist im Wesentlichen ein Bachelor in Psychologie, sowie eine 1-jährige Berufserfahung im psychologischen Bereich...


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Anonym
 Anonym
(@Anonym)
Gast
Beigetreten: vor 1 Minute
Beiträge: 0
02/10/2012 2:00 am  

Der geeignetste Weg ist mM, einen guten M.Sc. in Psychologie in einem der klassischen Schwerpunkte mit starker Methodenausrichtung zu machen. Rechtspsychologie schon als Master zu machen, halte ich für suboptimal, da es ja ein Gebiet ist, in dem zahlreiche fundiert erworbene Fachkompetenzen aus anderen Bereichen (v.a. vertieften, bereichsübergreifende Anteile aus Diagnostik, Persönlichkeitspsychologie, Diffetenzielle Psychologie, Allgemeine, aber auch Organisationspsychologie und Klinische Psychologie u.a.) zuzammenfliessen müssen. Mir wäre das nicht genug, das nur auf Bachelorniveau zu haben oder im Master alles so nebenbei zu machen. Denn auch Rechtspsychologen sind ja spezialisiert auf einen der Zugänge. Wer z.B. in die kriminologische Forschung will, ist mit einem M.Sc. in Sozialpsychologie sicher sehr gut vorbereitet (und wenn man dann eine Masterarbeit in einem rechtspsychologisch interesssanten Kontext schreibt, reicht das). Wer hingegen lieber in der Forensik arnbeiten möchte, braucht einen M.Sc. in Klinischer Psychologie, wer in die Justiz will, tut sich sicher mit einem organisationspsychologischen Master einen Gefallen usw.

Jedefalls sollte mM nach der Weg zum Rechtspsychologen (analog dem Weg zum Psychotherapeuten) nach wie vor postgradual bleiben. Da haben alle mehr von.


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Anonym
 Anonym
(@Anonym)
Gast
Beigetreten: vor 1 Minute
Beiträge: 0
24/04/2014 2:00 am  

Du kannst aber auch im Gefängnis arbeiten.


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